Fortbildung Männerberatung - #09 Modul 6 - Gewalt und Konfliktberatung

Shownotes

Zu Gast Frank Wünsche, Leiter des IPG Leipzig und Leiter der gesamten Männerberater Fortbildung. Begann seine Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen in der Jugendvollzugsanstalt und in sozialen Trainings, initiierte die aufsuchende Familientherapie in Leipzig und baute in den Zweitausender Jahren ein sächsisches Modellprojekt zur täterorientierten Antigewaltarbeit im Kontext häuslicher Gewalt auf.

Worum es in Modul 6 geht • Formen von Gewalt: psychisch, physisch und sexualisiert, zunehmend verstärkt durch Cybergewalt über soziale Medien • Trotz gesetzlicher Gewaltfreiheit in Erziehung und Partnerschaft seit den Zweitausender Jahren bleibt der Gewaltanteil in der Gesellschaft hoch • Gemeinsame Definition von Gewalt, denn was als Gewalt empfunden wird, hängt stark von der eigenen Sozialisation ab • Reflexion beider Seiten: die eigene erfahrene Gewalt und die eigenen Grenzüberschreitungen als Handelnde • Methodischer Kern: Arbeit an der eigenen Gewaltbiografie, bevor der konkrete Vorfall bearbeitet wird • Aufbau eines Safe Space in der Beratung, geübt anhand einer Demonstration mit einer Freiwilligen oder einem Freiwilligen aus der Gruppe • Training, Gewaltformen konkret zu benennen, etwa sexualisierte Gewalt, statt sie zu umschreiben • Sensibler Umgang mit dem Machtgefälle, wenn eine Beraterin Gewalt bei einem Mann anspricht, samt der Haltung: Männer bearbeiten Männergewalt, Frauen bearbeiten Frauengewalt • Wissen um die eigenen Grenzen als Berater oder Beraterin. Nicht jedes Thema muss selbst bearbeitet werden, ein Verweis an Kolleginnen und Kollegen ist ausdrücklich erlaubt

Aufbau des Moduls Frank baut das Modul ähnlich auf wie seine eigene Beratungsarbeit. In Kleingruppen beschäftigt sich jede Gruppe zunächst mit einer eigenen Gewaltform, reflektiert und trägt die Ergebnisse ins Plenum. Anschließend zeigt Frank in einer Demonstration mit einer Freiwilligen oder einem Freiwilligen, wie er das Thema anspricht und einen sicheren Raum aufbaut. Einzelne Gesprächssequenzen werden danach von den Teilnehmenden selbst ausprobiert.

Ein Moment aus bisherigen Durchläufen Frank berichtet, dass viele Teilnehmende im Modul zum ersten Mal eine Würdigung ihrer eigenen, oft nie anerkannten Gewalterfahrung aus der Kindheit erleben. Im Modul fließen regelmäßig Tränen, und viele beschreiben das Erlebte als befreiend, fast wie eine seelische Wundversorgung.

Hinweis Zur gesamten Fortbildung gibt es ein gedrucktes Handbuch zum Bestellen. Kontakt und Bestellinformationen finden sich hier in den Shownotes bzw. über die untenstehenden Links.

Links Männerberater-Fortbildung Fachstelle Männerarbeit Sachsenmann

Dieser Podcast richtet sich an: Beratende, Coaches, psychosoziale Fachkräfte, Therapeut:innen, soziale Träger und alle, die Männer professionell begleiten möchten.

Weitere Infos, offene Fragen oder direkt anmelden? Schaut auf unserer Webseite vorbei: https://www.maennerberater-fortbildung.de

Förderhinweis Dieser Podcast wird finanziert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Transkript anzeigen

00:00:00: Zu dieser neuen Ausgabe unseres Podcasts Fortbildung Männerberatung, der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen.

00:00:10: Dieser Podcast wird finanziert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

00:00:14: Diese Fortbildung-Männerberatungen ist ein Angebot in Kooperation mit dem IPG Leipzig und heute wieder mit mir ist Frank Wünsche, Leiter dieses Instituts, Fortbildung, hallo Frank!

00:00:30: Schön dass du wieder da bist.

00:00:32: Ja Hallo Jürgen, ich freue mich.

00:00:35: Heute darf ich mit dir über das Modul sechs sprechen.

00:00:40: Mit einer nicht wissenden Neugier dich ein bisschen ausfragen.

00:00:43: zu diesem Modul.

00:00:45: Das Modul sechs Gewaltkonflikt Beratung.

00:00:49: Worum geht's?

00:00:52: Ja worum geht?

00:00:54: Wir haben natürlich in unserer Gesellschaft also insgesamt Wir haben in Partnerschaften, wir haben auch in der Erziehung von Kindern nach wie vor viel mit der Thematik Gewalt zu tun auf verschiedenen Ebenen.

00:01:11: Also psychische Gewalt, physische Gewalte, sexuelles sexualisierte Gewalt und es kommt aktuell noch deutlich mehr hinzu durch die sozialen Medien Cybercruing ähnliche Geschichten, die das alles noch mit tangieren und natürlich auch nochmal auf einer anderen Ebene befeuern.

00:01:35: Und ich möchte die Teilnehmenden zu diesem Modul einladen um dort genauer hinzuschauen.

00:01:44: also dass wir uns einmal die Formen von Gewalt anschauen.

00:01:48: ja Dass wir uns anschauen Ja Wie können wir das erkennen?

00:01:56: Weil wir heute, wir haben verschiedenste Gesetze in den zweitausendern Jahren erlassen, wo also Gewaltfreiheit was die Aktion betrifft.

00:02:06: Gewalt Freiheit in Partnerschaft und trotzdem haben wir ein Vierteljahrhundert später nach wie vor in unserer Gesellschaft einen hohen Gewaltanteil in sozialen Kontexten.

00:02:23: vielleicht noch mal kurz, wie ich dazu gekommen bin in diesem Thema meine etwas sagen zu können.

00:02:31: Ich habe ja angefangen mit straffällig gewonnenen jugendlichen in der JVA Arm und draußen in sozialen Trainingskursen zu arbeiten.

00:02:39: Das heißt also das war von Beginn an ein Thema was mich begleitet hat.

00:02:45: Ich hab die aufentsuchende Familientapie mit in Leipzig initiiert wo wir also in Familien gegangen sind als Familientherapeutin und haben vor Ort geschaut, nicht nur das Thema Gewalt aber es war oftmals da dass dort die erzieherische und auch die häusliche Gewalt beendet wird.

00:03:05: Und ich habe in den zweitausenden für Sachsen das Modellprojekt zur TETO orientierten Antigewaldarbeit im Kontext der häuslichen Gewalt aufgebaut und geleitet.

00:03:18: Daher kommt also mein Erfahrungsschatz, mein Großer.

00:03:23: Und ich habe daraus Therapieansätze entwickelt... ...und die möchte ich in diesem Modul den Männer-Beratern mitgeben im Sinne wir können es uns oftmals nicht aussuchen, ihr könnt auch draußen nicht dran schreiben, ich berate alles außer Gewalt weil wir wissen nicht was kommt.

00:03:44: Und ich möchte uns in den Teilnehmenden befähigen, wenn das Thema aufkommt.

00:03:48: Einmal sicher nachzufragen, sich zu trauen und konkret nachzufagen.

00:03:54: oder was kann ich dann tun?

00:03:58: Ja nun stelle ich mir das recht knifflig vor, wenn ich ... also Männerberater und Männerberatorinnen sage ich mal, wenn Ich als Frauenthema mit Gewalt anspreche ist es ja auch irgendwie gefährlich, oder?

00:04:15: Ja, gerade wenn es um physische Gewalt geht.

00:04:17: Ich nehme jetzt mal eine Situation und ich habe eine Familie vor mir.

00:04:22: Vater ist körperlich gewalttätig oder Mann.

00:04:26: Jetzt sitze ich als Männerberaterin da drin und soll das Thema ansprechen?

00:04:31: Das stelle ich mir schwierig vor.

00:04:35: Da sprechst du einen wichtigen Punkt insgesamt in der Männerberatung an.

00:04:39: Ja, weil wir ja doch oftmals dann ein durchaus patriarchales Delta vor uns haben und Beraterinnen oftmals erst mal das bearbeiten müssten um wirklich an das Thema zu kommen.

00:04:56: Das heißt wenn jemand eine die Idee hat die eigene Partnerin zu demütigen Gewalt anzuwenden scheint die Achtung für Frauen nicht als so hoch zu sein.

00:05:09: Ja und dann kann man die Hypothese haben, dass das mit der Beraterin, dass die Erhaltung ihr gegenüber ähnlich ist.

00:05:16: Und dann wäre der Schritt einmal zu sagen okay, dann müssen wir erst mal in dem Thema arbeiten oder... Das haben wir uns damals auch auf die Fahnen geschrieben.

00:05:28: tatsächlich, Männer bearbeiten Männergewalt und Frauen bearbeiten Frauengewalt.

00:05:35: Also erstmal als Haltung

00:05:39: Das finde ich einen wichtigen Punkt, da nochmal deutlich zu machen.

00:05:44: Du hast es ja vorhin schon über die physische, die psychisch, die sexualisierte und selber Gewalt so ein bisschen die Form aufgemacht.

00:05:52: Dass Gewalt letztlich nicht nur von Männern ausgeht sondern auch eben von Frauen ausgehen kann häufig eher in psychischer Gewalt oder?

00:06:04: Also wenn wir uns die physische Gewalt anschauen, ist das Auslühende der Männer deutlich höher und vor allem die Intensität.

00:06:15: Die Folgeschäden von körperlicher Gewalt von Männern ist deutlich höher als von Frauen, die körperliche Gewalt anwenden.

00:06:24: Und natürlich gibt es auf den verschiedensten Ebenen auch psychische Gewalte Von Frauen aus wird aber auch genauso von Männern, ja.

00:06:37: Also wir können jetzt nicht sagen Frauen machen die psychische Männern die physische Gewalt.

00:06:41: das wäre einfach da muss man genau hin kochen.

00:06:44: Ja was?

00:06:44: was lerne ich dann als Teilnehmer?

00:06:46: an welcher Stelle beginnt denn Gewalt?

00:06:48: wie könnte man das definieren?

00:06:50: Egal ob physisch oder pfychisch.

00:06:52: kann man das irgendwie auf eine Formulierung bringen?

00:06:56: Wo geht denn dass?

00:06:57: wo ist es denn gewalttätig?

00:06:59: und das besprechen sich genau mit den Menschen die vor mir sitzen.

00:07:03: Ich habe Menschen, die kommen aus einer Sozialisation, wo eine Ohrfeige da noch lange keine Gewalt für sie darstellt.

00:07:13: Das heißt also ich muss erst mal anfangen und das ist ja Teil meines beraterischen oder therapeutischen Ansatzes dass wir gemeinsam schauen was verstehen Sie unter Gewalt?

00:07:27: dann habe ich so großmeinlich geschaut und das psychische, füßliche, sexualisierte unser weiter Gewalt.

00:07:32: Und dann sammeln wir erst mal... ...und dann schauen wir was kennen die Menschen in der eigenen Sozialreaktion?

00:07:43: Und dann legen wir das drüber!

00:07:45: Und dann schauen gar als nächsten Schritt, was haben sie denn selbst schon

00:07:48: angewandt?!

00:07:50: Also es muss erstmal im Begriff dieser Gewaltkontext geöffnet werden damit wir überhaupt von der Bandbreite und der Dimension sprechen.

00:08:05: Also

00:08:07: ich fand es gerade spannend, dass du gesagt hast, welche Form haben Sie denn schon angewandt?

00:08:12: Das heißt, es wird auch darüber reflektiert wo bin ich denn selber Täter gewesen?

00:08:16: nicht Opfer nur, also nicht nur wo habe ich Gewalt erfahren, wo hab' ich die Orphage gekriegt sondern wo bin Ich vielleicht auch über die ganzen gegangen?

00:08:25: Das mache ich, also wenn ich exkluziert mit Menschen arbeiten die Gewalt ausgeübt haben.

00:08:30: arbeite ich noch mal anders als menschen die akut gewalt erlebt haben weil da muss sich ganz anders säfen und ganz anderes arbeiten.

00:08:38: Ich bleibe mal bei denen wo ich weiß oder wo das thema da ist dass sie Gewalt ausgeübt habe und dass es ein thema ist ja.

00:08:47: Und bis dato und oftmals auch in diesen Beratungsstellen wird rein Tatbezogen gearbeitet.

00:08:57: Also was haben die da gemacht, was ist da gewesen und so weiter?

00:09:01: Und ich habe einen anderen Ansatz Das erste was ich mache Ich arbeite quasi an der Gewaltbiografie des Menschen, der vor mir sitzt.

00:09:11: also Was hat dieser Mensch als Kind von Mutter Vater Erziehungsmenschen überhaupt erlebt?

00:09:20: ja Und ich arbeite das erst mal auf und reflektiere das auch im Sinne, wer war damals in der Fahranfuhrung.

00:09:29: Wer hat wirklich schon?

00:09:30: Das heißt mein Ansatz ist, weil oftmals die eigene Betroffenen Erfahrung nie gewürdigt wurde.

00:09:42: Sie sind überhaupt nicht bereit jetzt gegenüber anderen zu sagen, es tut mir leid!

00:09:49: Ja, deswegen ist mein Ansatz das eigene Arzt mal auch zu arbeiten.

00:09:54: Okay, für mich als beratende Person und dann aber auch das eigene mit zuberatenden Menschen.

00:10:03: also ich muss ja wahrscheinlich hier eine Mischung aus, ne?

00:10:06: Ich reflektiere erst einmal über meine Gewaltbiografie wie du so schön gesagt hast um dann besser darauf reflektieren zu können.

00:10:14: Wie war es denn bei meinem Gegenüber?

00:10:17: Genau und kann dort in die Biografie gehen.

00:10:20: Also das sind harte heiße Themen, aber das ist das Leben.

00:10:26: Und oftmals ist es so dass sich viele Beraterinnen und Berater nicht an das Thema trauen.

00:10:34: Weil sie nicht wissen was man sich denn damit und weil's scharn gesetzt ist und deswegen erst mal in die eigene Biographie zu gehen und zu gucken was hab ich den erleiden müssen?

00:10:45: Ja, das wäre jetzt auch mal eine Frage gewesen.

00:10:47: Wie ist es in dem Modul aufgebaut?

00:10:48: Wie ist sie strukturiert?

00:10:49: wie geht ihr quasi daran wenn ich und eine Antwort habe Ich jetzt schon gehört also es geht erst einmal um die Gewalt biografie.

00:10:56: Also da Mal hinzuschauen wie ist denn Die Erfahrung des Menschen sowohl meine als auch die der beratenden Person zu beratenen Personen?

00:11:04: Und wie geht Es dann weiter?

00:11:05: wie Ist es strukturierte dieses modul?

00:11:07: was können wir Quasi Interessenten mitgeben dass Sie quasi dass sie über dieses module ein bisschen mehr erfahren

00:11:13: können?

00:11:14: Also es im geschützten Rahmen ist das natürlich selbst Erfahrung.

00:11:18: Ja, also da noch mal hinzuschauen und dann auch zu gucken wie kann ich in Beratung auch einen Selbstspeß bauen?

00:11:27: Die lernen quasi an sich und ich mache wieder eine Demonstration und zeige dass wir Wie kann ich einen sicheren Raum schaffen, dass Menschen überhaupt auch die Idee kommen etwas zu erzählen was ihnen noch sehr schmerzhaft ist oder was damals war Ja auch die Sicherheit zu geben, du musst hier nicht alles auf den Tisch packen.

00:11:46: Du bist deine eigener Mann oder Frau und entscheidest welche Informationen das System kommen.

00:11:54: also all diese Dinge.

00:11:55: ja

00:11:57: Okay und jetzt steht diesem diesem Thema ja.

00:12:01: also Gewalt ist Und das ist jetzt meine Hypothese und du ordnest es dann quasi ein, wie das in dem Modul bearbeitet wird.

00:12:09: Gewalt ist sozusagen eine Bewältigungsstrategie der Bewältigungversuch von etwas was davor liegt und was auch in dieser Überschrift ist nämlich Konflikt also irgendwie eine Art Interessen gegen Satz den ich erlebe wahrnehme und dann darauf eben mir nicht anders zu helfen weiß möglicherweise und damit Gewalt reagiere oder?

00:12:28: Wie wird das Thema Konflik im Modul beantworten?

00:12:32: Konflikt ist eine Möglichkeit.

00:12:34: Ich kann natürlich überhaupt keinen Konflik haben, sondern ich will einfach meine Macht erhalten und übe damit Gewalt aus.

00:12:43: Also das gibt es verschiedenste Formen warum jemand gewalt ausübt.

00:12:49: aber das was du angesprochen hast eben auch dorthin zu gucken welche Dynamiken es gibt Und oftmals ist es so, und das beschreiben mir auch Männer mit denen nicht zu dem Thema arbeiten.

00:13:04: Es schaukelt sich hoch ja?

00:13:06: Es kommt ein Kipppunkt eine Person schlägt zu Ja und dann haben wir den Gewaltkreislauf den gucken wir uns auch an was passiert danach?

00:13:16: und so weiter.

00:13:17: und wenn ich aber die Logik habe dass ich einen Konflikt mit Gewalt löse und meine Partnerin macht das schon wieder werde ich bei der Gewaltlösung, bei der Konfliktlösungen noch mehr Gewalt anwenden müssen in meiner Logik, weil sie es ja auch nicht verstanden hat.

00:13:35: Ja?

00:13:35: Und solche schon sehr irren Logiken – auch eigentlich ist das eine Logik – dass zu erkennen, das anzusprechen und dort zu schauen wie kann es anders gelingen!

00:13:47: Es geht ja nicht darum, dass die Menschen nicht mehr miteinander sprechen, aber es gibt eindeutige Grenzen die nicht zu überschreiten sind.

00:13:57: Ja, und wie ist das jetzt in diesen drei Tagen?

00:14:01: In diesem Modul?

00:14:02: Wie ist es aufgebaut, wie ist es strukturiert?

00:14:05: Wie wird die Gewaltbiografie oder wann kommt was dran?

00:14:07: Kannst du dazu noch ein bisschen mehr sagen?

00:14:09: Also ich baue so ein bittchen auf, wie meine Beratung Therapieaufbauer.

00:14:14: Das heißt wir sind ja schon im sieben oder sechsten Modul.

00:14:21: Wir haben doch schon einen guten Standing Und das braucht es auch.

00:14:25: Das geht nicht darum, wir machen mal drei Tage und... Sondern da gibt's schon eine Geschichte!

00:14:31: Ja?

00:14:34: Ich mache es zumeist so, dass wir wirklich gemeinsam zusammen tragen.

00:14:38: Es gibt dann kleine Focke, jede Gruppe hat eine Gewaltform.

00:14:42: Dass sich damit beschäftigen, reflektieren aufschreiben und das reingeben ins Plenum.

00:14:49: Dass wir uns dort damit auseinandersetzen ich mach einen Demo Ja, also es stellt sich ein Teilnehmer Teilnehmerin zur Verfügung und ich arbeite daran wie ich das Thema angehe.

00:15:02: Wie ich frage ja?

00:15:04: Wie ich auch um selbstwählsbauer ja so dass sie sich also sicher fühlen können na so Und dann geht es bis dahin des einzelne sequenzen auch ausprobiert werden weil vielen menschen vielen beratern berater in feld ist schwer diese them wirklich zu benennen, also auszusprechen.

00:15:26: Ja?

00:15:27: Zu sagen doch erst ist die equalisierte Gewalt... Das muss ich erstmal hinkriegen!

00:15:31: Das muss sich trainieren.

00:15:34: Weil es ausgehalten wird.

00:15:36: Ja, zum Beispiel.

00:15:37: Also da geht's oftmals schon los.

00:15:39: Dass dann irgendwas in irgendwelchen verschwiemelten Sachen... Da ist was passiert.

00:15:47: und wenn wir uns schon nicht trauen das auszusprechen wie sollen denn dass die Menschen, und spätestens bei Kindern höhere Chance haben das zu formulieren.

00:15:57: Okay, ich könnte mir vorstellen dass an der Stelle vielleicht die Bearbeitung eigener Themen also wenn ich quasi in die Selbsterfahrungen gehe... Das taucht ja immer wieder auf in den einzelnen Modulen, dass sich auch an eigenen Themen arbeiten kann ein Stück weit über die Selberfahrung komme.

00:16:15: Ich könnte mir aber vorstellen, dass an dieser Stelle jetzt die beratenden Personen also die die Weiterbildung absolvieren nicht so heftige Fälle sind, in Anführungszeichen wie die möglicherweise Familien, die dann zu mir kommen.

00:16:30: Und ich dann vielleicht und das ist jetzt meine Frage an dich macht es dort an der Stelle nicht Sinn, Szenen zu trainieren, die möglicherweise spielerisch mal eingenommen werden also mal zu übertreiben, mal heftiger reinzugehen mit einem was gar nicht meinen weil ich das nicht habe sondern mal so heftig reinzugeben?

00:16:50: verstehst du was ich meine?

00:16:52: Ich habe eine Idee.

00:16:53: Jörg, das ist eine sehr gewagte Dekotese, dass Menschen diskutiert haben, die einen sozialen Beruf machen weniger Gewalterfahrung gemacht haben als andere.

00:17:05: Viele Menschen gehen ja auch in den sozialen Bereich weil sie etwas anderes machen wollen, weil sie was verändern wollen.

00:17:13: also wir haben sehr harbende Gewaltbiografien in der Weiterbildung Und es ist natürlich ein Unterschied.

00:17:20: Ich habe in meiner Arbeit, in der Zeta-Beratung, ich hatte mit Staatsanwälten Polizistinnen und so weiter zu tun.

00:17:28: Natürlich haben wir auch das was wir uns so vorstellen als Menschen die einen schweren Lebensumfeld haben und sicherlich auch noch mal wenig schon mitbekommen haben in der Sozialisation aufgewachsen sind, dann muss ich glaube ich noch mal schauen wie ich sie anspreche.

00:17:54: Also ich kann da nicht unbedingt irgendwie so irgendwas therapeutisch verschwimmelt ist was ich sowieso nicht mache.

00:18:01: aber manche haben ja die Idee so zu reden weil man Therapeut ist.

00:18:05: also klare Ansprachen die Dinge klar benennen Ein Ding zum Beispiel, aber das mache ich mit allen.

00:18:13: Wenn ich also eins zu eins Täter arbeite beginne ist meine erste Frage was müsste ich tun damit sie mir in die Fresse hauen oder dass sie mich schlagen?

00:18:22: Das ist mein Opener und alle sind leicht schockiert wie ich auf die Idee käme Also dass sie nicht schlagen würden.

00:18:30: und dann arbeiten wir das hart durch Und spätestens wenn wir bei der Beleidigung der Mutter sind wird es eng.

00:18:41: Und ja und das ist vollkommen egal, ob jemand keinen Abschluss hat oder der Rechtsanwalt ist.

00:18:51: Also diese Dynamiken von der Auswirkung von der Art und Weise lassen sich sicherlich

00:18:57: unterscheiden.".

00:18:58: Also braucht es quasi das gar nicht dieses Szenentraining, wenn ich das jetzt richtig interpretiere.

00:19:03: Weil durch den Ansatz und die Fragestellung ja so viel, ich sag mal Herausforderungen da ist, die dann irgendwie sagt Ja was müsste ich denn machen?

00:19:14: Dass sich tatsächlich auch an Themen komme weil das Potenzial ja in uns allen schlummert sozusagen.

00:19:22: Und es ist auch nicht, dass Menschen die einen Hochschulabschluss haben.

00:19:26: Dass sie zum Beispiel gut Kinder erzielen können mit Nichten.

00:19:30: Das heißt das noch lange nicht!

00:19:31: Weil vielleicht ihr Empathie nicht da ist oder was anderes nicht möglich ist und so weiter.

00:19:37: Oder wie viele kommen denn in die Paarberatung ja hoch gebildet?

00:19:41: Die können sich intellektuell wälbenschlachten liefern.

00:19:46: Aber die kommen nicht zunahme.

00:19:50: Kannst du vielleicht aus den vergangenen Jahren jetzt, wo diese Fortbildung und die Weiterbildung schon gelaufen ist?

00:19:56: Vielleicht mal etwas aus der Erinnerung.

00:20:00: Was haben Teilnehmer berichtet danach?

00:20:02: Was waren so die größten Aha-Momente, Erkenntnisse, Rückmeldungen?

00:20:09: Ich glaube das bei der Selbsterfahrung ja dass das was man selbst als Gewalt erfahren hat, dass das gewürdigt wird weil es hat bisher zu meist niemand gewürdigt.

00:20:23: Und wenn das ein Mensch selbst nicht kann, dann mache ich das als Berater beziehungsweise in dieser Weiterbildung und mache ich dass quasi stellvertretend.

00:20:35: Wo ich sage du warst sieben Jahre alt, du war noch ein Kind.

00:20:40: Dein Vater hat dich eingesperrt und als du wieder raus wolltest bist du so und so geschlagen worden.

00:20:49: So was geht nicht.

00:20:50: Und dein Vater war verantwortlich, nicht weil du gekrömet hast oder Tinder verspritzt hast und wir haben eine zweite Person, nämlich deine Mutter und die hatte ich nicht schützen können oder hat dich nicht geschützt.

00:21:00: ja und dann kommt oftmals so ne Sachen, so eine Erleichterung, so ein Aha Ja also in dem Urdu fließen tatsächlich Tränen.

00:21:12: ja

00:21:14: Könnte man also auch sagen dass das ein Stück weit Heilung ist, die da passiert?

00:21:18: Bei den teilnehmenden Frauen und Männer, dass sie wieder ein Stück freier sind in der Folge.

00:21:26: Also es gibt einige die dann auch danach sich entschieden haben sich das nochmal genauer anzuschauen weil da noch paar Sachen tiefer liegen.

00:21:34: ja so.

00:21:36: aber das was ich quasi in der Beratung mache.

00:21:41: natürlich hat es auch eine Idee von heilen zumindest zu schauen, dass vielleicht offene Wunden naten werden.

00:21:49: Dass das weggeht.

00:21:51: Ja, aber dass es versorgt ist.

00:21:52: Das ist ein schönes

00:21:55: Bild wie eine seelische Wundversorgung.

00:22:02: Wie viele Menschen laufen mit diesen offenen Wunden rum?

00:22:06: Ja, ich krieg gerade irgendwie auch noch mal ein anderes Bild von.

00:22:08: das geht ganz schön ans Eingemachte wenn man diese Weiterbildung macht.

00:22:12: Dann ist man tatsächlich wie man so schön sagt mit den Anführungszeichen mit allen Wasser gewaschen dann ist man quasi durch alle Themen gegangen dass man also recht gut aufgestellt ist weil man seine eigenen Hausaufgaben gemacht hat auch anderen Menschen helfen kann eben bei ihren Haus Aufgaben.

00:22:26: richtig?

00:22:35: Nicht jedem, ich sag mal Trauma stellen was wir erlebt haben.

00:22:39: Aber ich muss eine Idee haben wie ich das gut versorgt habe und dazu trägt auch dieses Modul bei.

00:22:48: Und ich kann mich ja auch entscheiden dass sich zum Beispiel in meinen Beratungen gegen Kinder weil es mir zunahe geht, dass ich das an Kollegen verweise oder dass Ja, aber das zu wissen.

00:23:01: Also auch aus meiner Kranze was kann und will ich beraten?

00:23:05: Und wo sage ich ne?

00:23:07: An dem Punkt, der betrifft ja alle Gebiete der Beratung, da verweise ich lieber.

00:23:14: An der Stelle sagst du nochmal einen wichtigen Impuls.

00:23:16: also ich glaube dass es noch mal wichtig ist Also auch zu wissen für die Interessenten, was lerne ich?

00:23:22: Ich lerne auch dass sich nicht alles beraten muss.

00:23:24: Dass ich nicht alle Themen bearbeiten muss.

00:23:26: Das ich auch meine eigenen Grenzen beachten kann oder sogar beachten soll oder muss um dann zu sagen hier ist für mich Storb an der Stelle gebe ich es ab woanders hin an Kolleginnen und Kollegen an der stelle richtig also auch das lerne Achtsamer, bewusster mit meinen Grenzen umzugehen und zu sagen hey das ist mir jetzt too much.

00:23:48: Hier bin ich also braucht es vielleicht noch mal was therapeutisches.

00:23:52: ne Beratung und Therapie sind ja zwei verschiedene Dinge.

00:23:55: Vielleicht brauchts jetzt hier nochmal mehr eine Therapie und dann empfehle ich oder ich gebe's halt in eine andere Richtung Genau

00:24:01: Ja

00:24:02: Okay gibt es vielleicht.

00:24:04: abschließend.

00:24:05: Also wir haben jetzt gesprochen über Konflikt über Interessen gegensatz.

00:24:08: Wir haben über die Formen der Gewalt gesprochen psychisch, physisch, sexualisierte Gewalt, Cybergewalt die jetzt mehr und mehr wird.

00:24:19: Wir haben über Jugendliche gesprochen, die andere Art des Therapieansatzes hast du beschrieben.

00:24:25: wir haben über diese patriarchale Denken als das müssen wir vielleicht erst mal aufräumen wenn das auftaucht gesprochen.

00:24:32: wir haben den Fokus gesprochen von Gewalt angewendet, statt nur erfahren.

00:24:38: Also beide Seiten mich als Täter auch zu erleben.

00:24:42: Gewaltbiografie war sozusagen der Einstieg an dieser Stelle.

00:24:45: Wir haben darüber gesprochen wie schaffe ich einen Safe Space?

00:24:48: Als Berater lerne ich in diesem Modul und ich lerne eine Art Würdigung zu geben.

00:24:56: Eine Art Schreckstrich Heilung vielleicht auch zur Heilung beizutragen bei den beratenden Personen.

00:25:01: das alles lerne Ich in diesen Modul.

00:25:03: Willst du abschließend noch etwas ergänzen lieber Franz?

00:25:09: Ich weiß, dass diese Arbeit mit diesen Menschen die Gewalt angewandt haben.

00:25:13: Dass das eine sehr harte Arbeit ist aber es ist tatsächlich auch einer sehr befriedigende Arbeit weil wenn ich erlebe, dass Menschen sich entscheiden können keinen Gewalt mehr anzuwenden andere Formen zu finden weil es reicht nicht auszusagen ich will keine Gewalt anwenden ich will meine Kinder nicht schlagen Aber ich weiß nicht wie anders Wenn ich dort Menschen auf den Weg begleiten kann, dass Frieden in die Familien kommt.

00:25:41: In die Partnerschaften kommen.

00:25:43: Das ist tatsächlich ein sehr berührendes Moment und dafür lohnt es sich auch dort tief und klar, das wichtig reinzugehen!

00:25:55: Ja, also ein Stück weit gelebte Friedensarbeit für die Praxis.

00:25:59: Das finde ich ein gutes Schlusswort Frank!

00:26:01: Vielen Dank dafür, dass du dir auch nochmal die Zeit genommen hast hier für dieses Modul ein bisschen genauer zu erläutern, ein bisschen tiefer reinzugehen und ein bisschen Einblicke zu geben.

00:26:11: Danke dafür an unsere Zuhörenden Da draußen.

00:26:16: vielleicht nochmal auch der Hinweis an der Stelle zu dieser gesamten Fortbildung gibt es auch ein Handbuch, wo man sozusagen alles noch mal nachlesen kann.

00:26:23: Das haben wir quasi jetzt druckfrisch dabei.

00:26:25: das kann man bei uns bestellen.

00:26:26: Jetzt kann man sich zuschicken lassen.

00:26:30: dazu findet ihr Informationen hier bei uns in den Schornots schreibt uns fragt uns an Wir schicken euch dass wir beantworten jede Frage wenn ihr mehr wissen wollt aktiviert die Glocke abonniert kommentiert.

00:26:43: Freuen uns auf euch, wir freuen uns auf eure Teilnahme euch kennenzulernen in den Weiterbildungen.

00:26:48: In den einzelnen Modulen und in diesem Sinne sage ich vielen vielen Dank und bis ganz bald!

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