Fortbildung Männerberatung - #04 Modul 1 - Grundlagen Systemischer Männerberatung
Shownotes
Zu Gast Frank Wünsche, Leiter des IPG Leipzig und Leiter der gesamten Männerberater Fortbildung. Erziehungswissenschaftler, systemischer Therapeut und Familientherapeut, integrativer Supervisor und Lehrtherapeut für systemische Therapie und Beratung.
Worum es in Modul 1 geht • Drei Tage Grundlagenarbeit, die den Ton für die gesamte Fortbildung setzen • Ungewöhnlicher Einstieg statt klassischer Vorstellungsrunde. Kurze, lockere Gesprächsimpulse wie zum aktuell gelesenen Buch bringen die Teilnehmenden schnell in echten Kontakt • Die Fortbildung richtet sich nicht nur an männliche Berater. Auch Frauen sind ausdrücklich willkommen und erweitern die Perspektive der Gruppe • Grundhaltung: Augenhöhe und Allparteilichkeit, also das ganze System im Blick behalten statt nur eine Partei zu vertreten • Nicht wissende Neugier als Kernkompetenz. Nie mit der ersten, vermeintlich bekannten Antwort zufriedengeben, sondern mit zirkulären Fragen tiefer einsteigen • Verstehendes Hören nach Carl Rogers als Übung. Erst nur zuhören ohne zu kommentieren, dann in einem zweiten Schritt paraphrasieren • Genogrammarbeit als Methode der Biografiearbeit, angewendet auf das Thema Männlichkeit im eigenen Familiensystem, oft bis zur dritten oder vierten Generation zurück • Aufbau des Erstgesprächs und Auftragsklärung, mit einer klaren Unterscheidung zwischen dem großen Ziel einer Person und dem konkreten Auftrag an die Beratung • Training in rotierenden Dreiergruppen. Eine Person berät mit einem eigenen echten Thema, eine wird beraten, eine beobachtet und gibt strukturiertes Feedback • Frühe Etablierung einer Feedback und Reflexionskultur, die sich durch die gesamte Fortbildung zieht
Ziel und Auftrag Frank veranschaulicht den Unterschied anhand seiner Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen. Das Ziel bleibt oft groß und stabil, etwa ein eigenes Haus oder eine eigene Familie. Der Auftrag der Beratung ist dagegen der konkrete, machbare nächste Schritt dahin, zum Beispiel der Schulabschluss statt eines illegalen Weges zum selben Ziel.
Hinweis Zur gesamten Fortbildung gibt es ein gedrucktes Handbuch zum Bestellen. Kontakt und Bestellinformationen finden sich hier in den Shownotes bzw. über die untenstehenden Links.
Links Männerberater-Fortbildung Fachstelle Männerarbeit Sachsenmann
Dieser Podcast richtet sich an: Beratende, Coaches, psychosoziale Fachkräfte, Therapeut:innen, soziale Träger und alle, die Männer professionell begleiten möchten.
Weitere Infos, offene Fragen oder direkt anmelden? Schaut auf unserer Webseite vorbei: https://www.maennerberater-fortbildung.de
Förderhinweis Dieser Podcast wird finanziert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Transkript anzeigen
00:00:00: Podcast Fortbildung, Männerberatung der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen.
00:00:09: Dieser Podcast wird finanziert mit Mitteln des europäischen Sozialfonds.
00:00:13: heute die Folge Nummer vier in der es um das Modul Nummer eins geht.
00:00:19: wir tauchen rein Wir gehen konkret in.
00:00:22: was passiert eben Modul Nr.
00:00:24: Eins.
00:00:24: Heute wieder mit mir Frank Wünsche, der Gründervater dieser Fortbildung.
00:00:32: Frank, hallo!
00:00:33: Schön, dass du wieder da bist und dann gewusst, was du dir gesagt nimmst.
00:00:37: Hi.
00:00:37: Freut
00:00:38: mich auch.
00:00:40: Vielleicht nur noch mal als kurzes Intro.
00:00:43: Wir haben dich ja schon ausführlich vorgestellt.
00:00:45: Du bist Leiter des IPG Leipzig in dessen Kooperation wir diese Fortbildung anbieten.
00:00:53: Du bist Erziehungswissenschaftler, du bist systemischer Therapeut, Familientherapeut.
00:00:58: Du bist integrativer, supervisual.
00:01:00: Du ist Lehrtherapeut für Systemische Therapie und Beratung und auch Leitung dieser Fortbildung.
00:01:07: Das vielleicht noch mal als kleines Intro?
00:01:11: Heute soll es gehen um das Modul Nummer eins Grundlagen systemischer Männerberatung, in der es um Dinge geht wie vielleicht mal diesen Grundton der Fortbildung die Haltung Biografiearbeit solche Dinge.
00:01:23: Ich werde den Ball einfach mal direkt zu dir rüber berichte doch mal ein bisschen.
00:01:28: Wie ist das Module aufgebaut?
00:01:30: Worum geht's?
00:01:30: Wir sind die Tage strukturiert.
00:01:32: Was kannst du uns dazu sagen?
00:01:36: Ja Es sind ja drei Tage mit denen wir stocken Und am Anfang steht immer erst mal Kontaktaufbau zu schauen, wer ist da.
00:01:48: Ich mache das nicht so klassisch, dass alle sich vorstellen wie sie heißen und wo sie kommen, was sie beruflich machen sondern es ist ein Lockers aufeinanderzugehen mit kurzen Inputs welches Buch dies du gerade lernst Was hast du als letztes im Film gesehen?
00:02:04: Dann immer Wechsel.
00:02:05: Und dann haben schon alle Teilnehmenden nach fünfzehn Minuten mindestens mit drei anderen Teilnehmerinnen gesprochen und erfahrungsgemäß ist das ein guter Opener, weil wir dann auch in den Pausen eine andere Beziehungsgestaltung haben nämlich nicht ins Smartphone zu schauen sondern Menschen zu reden mal wieder ne schöne neue Erfahrung zu machen dass es auch geht Und dann sehen wir uns schon mittendrin.
00:02:36: Weil wir dann ja schon schauen, weich fällt uns ein in Bezug zu Männern und dann gehen wir schon in den Austausch.
00:02:46: Wichtig wäre mir an der Stelle vielleicht nochmal zu erwähnen allen Interessenten und Zuhörenden dass diese Fortbildung sozusagen die ist ja nicht nur an Männer gerichtet.
00:02:59: Es geht um Männerberatung, also die Zielgruppe ja aber Personen, die diese Beratungen halten können und deswegen Lichter gerne nochmal eine Landsebreche für Frauen, die dieser Fortbildung machen können wo wir auch schon die Rückmeldung bekommen haben dass das gut ist, dass es die Perspektive erweitert lehne ich da richtig.
00:03:17: wie siehst du das?
00:03:19: Das ist genau die Motivation gewesen mit dieser Idee Beratung für Männer quasi noch mal proaktiv von seitens der Männer was anzubieten.
00:03:32: Und das trägt eigentlich als Grundgedanke diese ganze Fortbildung.
00:03:38: Okay, wie ist das Thema Haltung?
00:03:41: Ist ja eines der ersten und wichtigsten dass ihr anschaut in diesen Tagen.
00:03:45: Wie geht dir daran?
00:03:47: Ja also da kommt bei mir der alte Systemik durch und wir arbeiten ja ganz viel mit Haltung.
00:03:54: Ich sage mal paar Stichpunkte Augenhöhe.
00:03:58: Das heißt nicht, dass ich nicht unterschätze wenn ich jemanden berate das sich die Beratung führen muss und so weiter.
00:04:04: aber von der Haltung her, dass wir wirklich auch Augenhöhen miteinander arbeiten.
00:04:10: Dass wir allparteilich arbeiten.
00:04:12: Das heisst wenn eine Person vor mir sitzt dann denke ich natürlich andere Personen Familie Partner immer mit und bin jetzt nicht rein solidarisch mit der Person, die vor mir sitzt.
00:04:25: Sondern wir schauen erweitert in das
00:04:26: System.".
00:04:28: Das sind so zwei Grundpfeiler.
00:04:30: Und was für das Arbeiten, für die Beratung eminent wichtig ist, ist die sogenannte Nichtwissende Neugier.
00:04:41: Weil oftmals haben wir ja selbst Ideen im Kopf, habe ich schon mal gehört, kenn' ich uns weiter... Geben wir uns nicht mit der ersten Antwort zufrieden, sondern wir steigen wirklich ein in das System der Person und Fragen interessiert nach.
00:05:00: Und das ist etwas, dass man gut trainieren kann und wo wir auch schon am Anfang im ersten Modul am ersten Tag loslegen.
00:05:10: Nämlich verstehen des Hörn nach Rotscher, wo wir erstmal ohne reinzukriegen zuhören!
00:05:17: Okay, verstehe ich das richtig?
00:05:19: Also es ist ja eine Weiterbildungsmaßnahme.
00:05:22: Es ist ja ein Weiterbildungangebot und Fortbildungsangebot.
00:05:24: Das heißt da kommen Menschen die sind schon irgendwie aktiv in der Beratung, sie sind schon aktiv in Arbeit mit Menschen und jetzt werden Sie quasi eingeladen, inspiriert sich trotz ihrer ganzen Erfahrung, trotz ihres ganzen Wissens, sich einzulassen mal dieses ganze Wissen beiseite zu legen und für diesen Menschen der davor einem sitzt oder steht oder wie auch immer eben das alles nicht zu haben, sondern zu sagen ich tue mal so als ob ich gar nichts wüsste.
00:05:54: Als ob ich und daraus eine gewisse Neuge zu entwickeln.
00:05:58: Interpretiere ich das richtig?
00:06:00: Also wir haben natürlich unsere Erfahrungen die wollen auch nicht wegschieben.
00:06:03: Das ist schwierig aber sich nicht zu schnell mit Antworten zufrieden zu geben ja Sondern da wirkt es nochmal nachzuhagen nachzufragen weil natürlich bei vielen haben wir natürlich viele ähnliche Lebenssituationen und trotzdem ist der Kontext immer anders, sind immer andere Personen die eine Rolle spielen.
00:06:23: Und da wirklich Ärmstag und in Ruhe reinzufragen... Also nicht zu mehr...
00:06:31: Wahrscheinlich also dieses langsame machen, bisschen tiefer reingehen bis in mehr hinterfragen Nicht nicht so schnell anzunehmen.
00:06:39: Ah ja okay kenn ich habe ich verstanden.
00:06:42: Sondern noch mal zu fragen wie meinst du das denn konkret?
00:06:44: Wie ist es denn?
00:06:45: Wie fühlt sich das an.
00:06:45: was macht das mit wem?
00:06:47: wo siehst Du die Auswirkungen?
00:06:48: so in diese Richtung?
00:06:50: Ja und schon wenn ich anfahre dort veranfalle dort erste zirkuläre Fragen zu stellen haben wir schon ein System Erweiterung.
00:07:00: Also was glauben Sie, würde Ihrer Mutter dazu sagen?
00:07:06: Und dann haben wir eine neue Idee bekommen, neue Informationen und arbeiten uns langsam ins System worum es geht.
00:07:15: Vielleicht für die Zuhandenden zu erläutern zirkuläre Fragen sind ich Frage sozusagen bewusst in einer anderen Perspektive hinein also von außen wie würde jemand anderes Dieses Problem, diese Situation.
00:07:29: Diese Ausgangslage möglicherweise beurteilen?
00:07:32: oder was würde die Person dazu sagen?
00:07:34: Zirkulär im Kreis gefragt.
00:07:37: Genau.
00:07:38: Welche Rolle spielt die Biografiearbeit?
00:07:43: Die spielt natürlich eine große Rolle.
00:07:47: Wir können glaube ich nur gut uns mit anderen Menschen beschäftigen wenn wir auch zu uns schauen.
00:07:54: ja Und deswegen machen wir auch so eine Arbeit, dass ich stelle die Genogrammarbeit vor.
00:08:03: Das ist eine Methode und wo dann das eigene Familiensystem quasi erarbeitet wird und mit einem anderen Teilnehmer-Teilnehmerin reflektiert wird.
00:08:17: Ich mache dann auch eine Demo, dass sie anderen nachvollziehen können wie man so eine Genogrammarbeit macht natürlich bezogen, auch auf Männlichkeit Männer.
00:08:29: Also wir gehen schon... Wir nehmen die Methode und gehen schon in das Thema rein.
00:08:36: Genogramm?
00:08:37: Genau!
00:08:41: Die alten Hirsten und Könige hatten ihre Stammwäume Und da haben wir es geklaut und haben das ein bisschen technischer und ein bisschen moderner gebaut.
00:08:52: Ah okay ist.
00:08:52: geht also um den Stammbaum.
00:08:54: wo komme ich her?
00:08:55: Wer war da so, wer sind meine Ahnen und wer ist in meiner Vorgänger?
00:08:58: Genau.
00:08:59: Und dann gehen wir bis zur dritten und vierten Generationen.
00:09:03: Na und dann kann man schon sagen schauen also gibt es eine Familie wo die Männer nie da waren oder ob sie sehr präsent waren.
00:09:11: ja welche Rollen haben Sie eingenommen?
00:09:13: wie habe ich das wahrgenommen wenn ich selbst Mann bin?
00:09:17: ja oder wie hat Frau wahrgenommen?
00:09:19: die Männer im familiensystem?
00:09:21: das schauen uns schon an.
00:09:35: Das klingt sehr tiefgehend.
00:09:37: Ich wüsste gar nicht, ob ich bis zur vierten Generation komme.
00:09:41: Aber das klingt interessant und auch muss dazu erkennen möglicherweise wie du es gerade anskeciert hast.
00:09:48: muss da dessen, was sich wiederholt im Familiensystem um zu verstehen.
00:09:52: Warum ich vielleicht bin wie ich bin oder warum bestimmte Situation immer wieder auftauchen?
00:09:57: Oder?
00:09:57: Natürlich auch zu schauen.
00:10:00: Was war denn wann in welcher Zeit?
00:10:03: also?
00:10:04: ich hatte teilweise mit Menschen gearbeitet.
00:10:08: die hatten noch die Weimarer Republik erlebt die Nazi-Zeit die DDR und dann die BRD.
00:10:13: ja Und da eben gut hinzuschauen, wie war das damals im gesellschaftlichen Kontext?
00:10:19: Als ich geboren wurde.
00:10:20: Wie sah meine Familie aus als ich geborene?
00:10:24: Also es sind spannende Themen wo man wirklich oder wo die Teilnehmerinnen mit mir auch eine Reise geht und da geht's noch gar nicht so sehr um Problemanalyse oder irgendwas sondern einfach wahrnehmen was man weint.
00:10:40: Es ist auch spannend mitbekommen was man alles nicht weiß.
00:10:44: Okay, auch darum geht es quasi?
00:10:45: Ja na klar.
00:10:47: Wenn du sagst so weit wie bei der vierten Generation sind die Fragezeichen dann kann man ja mal hin gucken wer hat was nicht erzählt welchen Sinn hatte das gehabt und sowas.
00:11:01: Wie muss ich mir das vorstellen?
00:11:02: oder wie?
00:11:03: du hast ja oder ich habe mit anderen Dozenten gehört dass also wie sie ihre tages strukturieren.
00:11:09: kannst du dazu etwas sagen wie dieses modul strukturiert ist?
00:11:14: Also, ersten Tag hast du jetzt quasi ja schon diesen Beginn.
00:11:17: Hast du schon geschildert?
00:11:19: Die Methode hast du schon schildert.
00:11:20: Gibt es da irgendwie so eine grobe Struktur die ich wissen sollte?
00:11:25: Es gibt natürliche Grobe Strukturen weil manche Logiken bauen aufeinander auf oder können aufeinander aufbauen.
00:11:33: Ich hatte das schon angedeutet und das erste Training ist Verstehen des Hörens.
00:11:38: Eine Person erzählt Fünfzehn Minuten, etwas und die andere Person wird nur zu nicht vielleicht aber noch nicht mal eine Nachfrage.
00:11:48: Sondern wirklich auch zu lernen, zuzuhören und nicht sofort reinzukrätchen.
00:11:55: Also es ist halt eine Achtsamtheitsübung.
00:11:59: Du was stehen zu lassen?
00:12:02: Das ist zum Beispiel ein Was-und wir fahren natürlich dann auch im ersten Modul mit dem Erstgespräch an Weil es hat einen Beratungsverlauf, natürlich eine Struktur.
00:12:15: Und das Erste ist wie kommen Menschen zu uns?
00:12:19: Wie kommt die zu uns im Setting?
00:12:20: Wie nehmen wir das auf?
00:12:21: Das ist so eine Runde.
00:12:23: und dann was mache ich wenn ich die Person oder den Mann oder die Männer oder eine Familie vor mir habe?
00:12:31: Wie steige ich ein?
00:12:34: Also geht in das Erstgespräch rein Und an dem Punkt ist es dann entscheidend zu schauen, also was ist das Anliegen?
00:12:44: Also wir sagen das System der Auftrag.
00:12:48: Was ist dahintergrund, warum jemand denkt ich gehe jetzt mal zu einem Männerberater und leg doch meine Themen auf den Tisch ja und wo?
00:12:58: wir dann gemeinsam sortieren und schauen worum geht es eigentlich?
00:13:04: Und es kann sein, dass Menschen mit einem großen Ziel kommen und der Auftrag an uns kann vielleicht nur ein kleiner Teil sein.
00:13:15: Oder wir müssen erstmal gemeinsam mit der Person das wegrollen damit's zum großen Ziel geht und dort die Unterscheidung zwischen Ziel und Auftrag wie ich das mache, wie Hypothesen bildet – das ist alles schon in dem ersten Modul dabei!
00:13:32: Und dann mache ich zum Beispiel für das Erstgespräch eine Demonstration.
00:13:38: Dann gehen die Teilnehmenden schon ins Training, wir bilden also Triaden Eine Person berät, eine Person wird beraten und die dritte hat eine Beobachtungsfunktion und gibt der Person die Berät eine Rückmeldung.
00:13:53: erfahrliche
00:13:54: Man kriegt quasi direkt live ein Feedback über wie habe ich dich wahrgenommen im Gespräch?
00:13:58: Wie bist du rübergekommen?
00:14:01: an welcher Stelle bist du vielleicht in Anführungszeichen falsch abgebogen, wo kann man es noch besser machen?
00:14:06: Genau.
00:14:08: Also was hatten wir sonst im praktischen Leben selten?
00:14:11: vielleicht hat man mal einen Praktikanten dabei ja aber das ist natürlich eine hoch professionelle Reflexionsmöglichkeit und wir machen auch immer so dass die die beraten werden die bringen ein eigenes Thema ein.
00:14:26: also nicht Rollenspiel als ob Sondern die sagen, ja und das kann erst mal in den Erstgesprächen sehr banal sein.
00:14:33: Ja?
00:14:34: So.
00:14:35: Weil es geht ja erstmal auch um Beratungsmethoden, Techniken auszuprobieren.
00:14:41: aber es hat eine andere Ernsthaftlichkeit wenn schon Themen platziert werden.
00:14:48: Und da gibt's nichts nicht.
00:14:49: Die drei rotieren dann natürlich dass also jede von der Triade mal in einer anderen Rolle ist weil auf die Erfahrung als zu beraten, dort da sich sitzen und beraten zu werden.
00:15:00: Gibt ja nochmal ganz viele Informationen entweder für mich oder dann selbst irgendwann bereit.
00:15:07: Das heißt ich lerne dort quasi auch das Thema Feedback geben.
00:15:11: also wenn ich mir vorstelle die rotierenden drei Rollen muss mich ja dann quasi auch dahingehend sortieren wie gebe ich denn jetzt ein gutes Feedback?
00:15:19: Wie mache ich denn das professionell so dass der Anderes nehmen kann, sodass es nicht nur nach Vorwurf klingt.
00:15:27: Fälleanalyse?
00:15:29: Ich sage immer, Rückmeldung gut liegt raus.
00:15:33: Ja also es muss schon differenziert sein und ich habe auch ein kleines Arbeitsplatz entwickelt wie man gut Rückmeltungen geben kann.
00:15:41: Und das gucken wir uns vorher an dass hier wirklich im ersten Modul schon eine Reflexionskultur die Grundlage gelegt wird die sich dann möglichst durch alle Module zieht.
00:15:54: Okay Ja,
00:15:58: also wir haben jetzt schon gelernt.
00:15:59: okay es geht in diesem Modul um die Grundlagen der systemischen Beratung.
00:16:03: Es geht um meine Haltung.
00:16:05: wie gehe ich quasi in die Situation rein?
00:16:08: Wie entwickele ich eine gewisse nicht wissende Neugier?
00:16:11: Also wie komme ich?
00:16:12: sozusagen muss nicht alles beiseite tun aber wie komme Ich langsamer tiefer?
00:16:18: mit zirkulären Fragen haben wir gesprochen.
00:16:20: Du hast die Methode des Genogramms vorgestellt, was war wann im Familiensystem?
00:16:25: Wer hat etwas gesagt oder vielleicht nicht gesagt?
00:16:27: Was weiß ich zu welcher Generation nicht?
00:16:30: Wir lernen in diesem Modul Verstehendes hören wo jetzt noch nicht mal die Nachfrage gestattet ist sondern vielleicht und dafür für mich vorne noch eine Frage so ein Paraphrasieren also einen.
00:16:43: Ich gebe mal wieder was ich gehört habe.
00:16:45: Kommt das dort auch?
00:16:48: Das macht ja Rorschachs auch, aber ich fang wirklich an und jetzt erst mal die Übung nur zuhören.
00:16:57: Nur nicken, fleißen, aha!
00:16:59: Und das ist der nächste Schritt.
00:17:01: dann auch nochmal in einer weiteren Runde dann sagen okay ich fass mal zusammen was ich verstanden habe passt das so?
00:17:10: und dann schon anders ins Gespräch zu kommen.
00:17:13: Aber erst mal ist mein Ansatz wirklich, Lernen nur zuzuhören.
00:17:21: Also mir klingt es gerade nochmal neu... Schwieriger, als man sich das vorstellt wahrscheinlich.
00:17:26: Weil wir haben ja so schnell Tendenzen irgendwas kommentieren zu wollen, reagieren zu wollten.
00:17:32: wenn ich selber angesprochen werde in eine Verteidigung zu gehen, in Argumentationen zu gehen Das ist ja quasi reflexartig in unserer Gesellschaft trainiert und wenn ich mir jetzt vorstelle es alles nicht zu machen fühlt sich das irgendwie tatsächlich auch schwieriger an.
00:17:46: Ja weil man muss ja schauen wie kriegkomm ich denn mit meinen Impulsen klar dass ich so verfreien springen will oder was sagen will.
00:17:55: Sondern höher ist nur in die Verblanzahmung zu gehen und das ist ein ganzes Stück Selbsterfahrung auch, ne?
00:18:00: Also hier links werde ich wütend oder werde ich zittrig oder halte es kaum raus oder schwarfe ich allen keine Ahnung.
00:18:10: Ja oder habe ich das Bedürfnis muss jetzt etwas liefern.
00:18:13: Ich muss jetzt hier was lösen.
00:18:14: vielleicht wir Männerneigen ja auch dazu schnell Lösungen haben zu wollen sagen ach machst du so und so dann ist das erledigt Und das mal eben nicht zu machen, sondern diesen Prozess Raum zu geben und dass da sein zu lassen.
00:18:26: Gerade fürs Erstgespräch finde ich das interessant darüber.
00:18:31: Hattest du jetzt auch schon gesprochen oder stelle ich mir das schwierig vor?
00:18:34: Weil es ja auch darum geht im erstes Gespräch korrigier mich wenn ich das falsch sehe da aufzubauen irgendwie eine Beziehung aufzubauern.
00:18:41: man begleitet ja einen Menschen dann oder ein Paar oder ein System über einen gewissen Zeitraum und Dann ist das erst gesprech doch auch irgendwie etwas für Beziehungsaufbau und für Vertrauensbildung vielleicht, oder?
00:18:56: Und da können wir eben nicht nach Thema F vorgehen.
00:19:00: Weil ich habe erlebe es immer wieder in der Beratung Erstgespräch.
00:19:04: Menschen kommen so gefüllt ja die setzen sich hin und reden reden reden und nochmal viertel Stunde wenn sie das erste mal luft holen.
00:19:12: Schönen guten Tag!
00:19:13: Mein Name ist Marc Bünscher.
00:19:14: Ich freue mich dass Sie da sind.
00:19:16: Ja also dem auch Raum zu geben was was erst mal vorne dran ist bei den Menschen.
00:19:23: Und ich habe eine Stunde oder anderthalb Stunden Zeit und dann gucken wir natürlich, dann erzähle ich ein bisschen etwas von mir, frage, was Ihnen wichtig ist von mir zu wissen?
00:19:35: Ich frage auch schon so in das System hinein und dann frage ich natürlich um meine Verantwortung weil ich leite diese Beratung.
00:19:49: Also wie ist die Person auf die Idee gekommen, gerade hier anzukommen?
00:19:54: Vielleicht ja noch in der Tür Männer steht.
00:20:00: Wie sind sie zu einem gekommen?
00:20:02: und natürlich dann zu schauen was ist es denn also wo?
00:20:06: und dann gucken wir gemeinsam den Auftragsklärung und an dem Punkt, wo wir also schwingen miteinander im kreativen Prozess.
00:20:17: mal ich frag nochmal dort hin.
00:20:19: Dann entwickelt sich etwas und wo dann die Person, die beraten wird eine Idee bekommt.
00:20:28: fühle ich mich hier aufgehoben?
00:20:29: oder kann es mich her?
00:20:31: Kann ich hier Dinge sagen, die ich vielleicht so noch nie formuliert habe?
00:20:35: Ja
00:20:36: was ich vielleicht nochmal gut finde zu klären, zu vertiefen, wo ich nochmal nachfragen möchte ist der Unterschied zwischen Ziel- und Auftrag.
00:20:44: Kannst du dazu noch was sagen?
00:20:46: Du hast vorhin das zwar schon mal angerissen, aber wie könnte man diesen Unterschied formulieren?
00:20:53: Also ich fange mal mit männlichen Jugendlichen an.
00:20:58: Ich habe mit vielen männlichen jungenlischen im Kontext von Straftaten gearbeitet und wenn ich die gefragt habe... Was ist denn dein Ziel in Leben?
00:21:10: haben sie mir gesagt?
00:21:11: Haus, Auto, Frau, Kinder herrlich!
00:21:14: So, okay das ist das Ziel.
00:21:18: Und aktuell hatten die ja die Idee überhaupt Züge oder ähnliche Geschichten so viel Geld zu verdienen dass sie irgendwann mal zu dem Ziel kommen.
00:21:27: Ja?
00:21:28: So und da helfe ich ihnen nicht dabei weil das können wir alleine dann machen noch Risikorabwägung.
00:21:35: also wie oft wird man erwürcht wie lange es war ein Knast usw.
00:21:39: und das nächste ist dann zu sagen ok und es gibt die andere Weilungen.
00:21:44: Und dann schaue ich mit Ihnen, wie können Sie genau dieses große Ziel erreichen.
00:21:50: Und zwar möglichst legal, weil sonst verschwinden sie noch fünf Jahre und müssen wieder von vornachen fahren.
00:21:56: So!
00:21:57: Dann ist der Auftrag, wie gehe ich morgen in die Schule?
00:22:03: Wie habe ich meinen Schulabschluss?
00:22:05: Weil das ist die Grundlage um irgendwann mal so viel Geld zu verdienen, dass ich mein Ziel im Leben erreiche.
00:22:12: Das
00:22:13: heißt, es ist nochmal so ein bisschen auch eine... Also das Ziel bleibt stehen.
00:22:18: Das Ziel ist das Ziel aber der Weg dahin ist vielleicht.
00:22:22: also der Auftrag ist dann sozusagen diesen Weg zum Ziel noch mal zu überprüfen und zu schauen.
00:22:27: Ist denn das der richtige Weg zum Zielen?
00:22:29: Genau.
00:22:32: Okay.
00:22:32: Also das ist die eine Variante.
00:22:34: Es kann genauso sein.
00:22:36: ich habe das Ziel ist Ich möchte wieder einer harmonische Familie haben.
00:22:41: So!
00:22:41: Das ist ein großes Ding.
00:22:43: Ja, um aber dort den ersten Schritt zu machen muss ich mich vielleicht erstmal mit mir nochmal auseinandersetzen und dann ist der Auftrag dass ich mit der Person erstmal Biografie Arbeit mache.
00:22:56: Dass sie das noch mal sich in die Familie einordnen kann, um dann nächsten Schritt machen zu können auch die Familie vielleicht zuzugehen.
00:23:05: Okay, spannend!
00:23:08: Wir hatten auch über die Methode der Triade gesprochen, ein professionelles Feedback spielt eine Rolle in diesem Modul.
00:23:15: Mir ist irgendwie noch das Wort Mut herangeblieben als braucht Mut reinzugehen und einen Feedback zu geben sich zu öffnen.
00:23:24: Auch den Mut des Berates wahrscheinlich, den man lernt an dieser Stelle den richtigen Impuls zur richtigen Zeit zu setzen oder seinem Gefühl zu vertrauen.
00:23:35: Wann?
00:23:37: Wann spreche ich etwas an?
00:23:41: Das ist das eine.
00:23:43: Und ich kann natürlich mein Gegenüber einbeziehen, wenn ich mir unsicher bin oder was denken Sie, wird die jetzt schon die Frage passen oder soll ich sie lieber in zehn Minuten stellen?
00:23:53: Ja also wir können das ja auch miteinander besprechen.
00:23:59: Okay
00:24:00: und bei mir ist es natürlich durch diese jahrelange Erfahrung, ich vertraue da wirklich was in mir ist.
00:24:07: Und dann kommt eine Frage.
00:24:09: Dann höre ich die Frage und denke, ach interessant!
00:24:13: Ich bin gespannt wenn wir in einer der nächsten Folgen auch die Teilnehmer zu Wort kommen lassen wie sie das so wahrnehmen, wie sie es erlebt haben.
00:24:22: auf alle Fälle vielleicht nochmal.
00:24:23: abschließend zusammengefasst Modul eins Grundlagen der systemischen Männerberatung Haltung Biografiearbeit Erstgespräch Zielwürstes Auftrag Nicht wissende Neugier.
00:24:39: Genau.
00:24:39: Wunderbar!
00:24:41: Dann würde ich sagen Frank, haben wir das für dieses Modul jetzt auch?
00:24:45: Danke dass wir da nochmal eintauchen konnten und mal ein bisschen konkreter in dieses Modül reingehen konnten.
00:24:50: Wir hören uns zum Modul sechs.
00:24:54: noch einmal Danke, dass du dir die Zeit genommen hast an unsere Zuhörenden da draußen.
00:25:01: Wenn ihr mehr wissen wollt, abonniert unseren Podcast, abonnieren die Glocke und dann kriegt ihr Informationen über neue Ausgaben.
00:25:09: Schreibt uns gerne!
00:25:10: Wir packen in die Shownots-Kontaktmöglichkeiten.
00:25:14: Wir beantworten jede Frage und ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen danke dass ihr dabei seid, danke das ihr uns zuhört und bis zum nächsten Mal!
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