Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen - #02 Männergesundheit, mit Stefan Beier
Shownotes
Zu Gast Stefan Beier. Diplom Soziologe, Gendertrainer, Männerbildner, Körper und Bewegungstherapeut, Vorstand der Agentur für Männer eG, Männercoach und Paarberater. Seit acht Jahren bei der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen, außerdem Dozent für Modul 4, Körper und Gesundheit, in der Männerberater Fortbildung. Machte nach dem Studium eine dreijährige körper und bewegungstherapeutische Ausbildung in England und ist Mitbegründer des Netzwerks Jungen und Männergesundheit.
Worum es in der Folge geht • Männergesundheit ganzheitlich verstanden nach der WHO Definition von 1948, körperlich, psychisch, sozial und sexuell, nicht nur die Abwesenheit von Krankheit • Der Unterschied zwischen Verhaltensprävention und Verhältnisprävention. Gesellschaftliche und patriarchale Strukturen prägen mit, warum Männer riskanter leben und häufiger tödliche Arbeitsunfälle erleiden • Warum viele Männer sich erst kümmern, wenn es richtig zwickt, und welche Rolle Partnerinnen, Freunde und Kollegen als Anstoßgeber spielen können • Übergangsphasen im Leben, etwa Berufseinstieg, Elternschaft, Trennung oder Berufsausstieg, als besonders anfällige Momente für psychische und soziale Krisen • Die Unterscheidung zwischen Vermeiden und wirklich Fühlen, veranschaulicht am Bild des trockenen Alkoholikers • Warum Selbstsorge in körperlicher, psychischer, sozialer und sexueller Hinsicht nicht nur dem einzelnen Mann nützt, sondern auch seiner Familie und seinem Umfeld
Starke Bilder aus dem Gespräch • Weinend auf dem Fußballplatz ist heute salonfähiger als noch vor zwanzig Jahren, Homosexualität auf dem Fußballplatz dagegen nach wie vor kaum • Das Bild von Bastian Schweinsteiger, der mit Pflaster im blutunterlaufenen Gesicht weiterspielt, zeigt, wie sehr wir Männer fürs Durchhalten bewundern, auch wenn es ihrer Gesundheit schadet • Ich brauche mal zwei Männer zum Tisch tragen. Ein banaler Satz, der zeigt, wie selbstverständlich Männern zugemutet wird, tough zu sein
Links: Netzwerk Jungen und Männergesundheit
Kontakt Weitere Informationen, Fortbildungsanfragen oder Vermittlung von Beratungsangeboten: https://www.landesfachstelle-maennerarbeit-sachsen.de
Förderhinweis: Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts. Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Transkript anzeigen
00:00:11: Ja, hallo!
00:00:12: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unseres feinen Podcasts der Landesfachstelle für Männerarbeit.
00:00:20: Sachsen heute mit einem besonders spannenden Thema Männergesundheit und ich freue mich das mit mir heute.
00:00:28: hier ist Stefan Bayer.
00:00:30: Hallo Stefan schön dass du da bist.
00:00:32: Hallo danke.
00:00:34: Schön dass wir dieses Thema gemeinsam explorieren können Und es ist tatsächlich für unsere Zuhörenden da draußen Ein bisschen eine Entdeckungsreise, die wir beide gemeinsam ergehen.
00:00:46: Wir kennen uns quasi durch die Arbeit hier bei der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen.
00:00:52: Du bist allerdings der Dinosaurier von uns beiden weil du schon so ewig lange da bist.
00:00:57: Stell dich doch gerne mal in die Zuhörerschaft vor!
00:01:01: Wie lange bist du da?
00:01:02: Was sind so deine Themen?
00:01:03: Wo kommst du her?
00:01:04: wie ist deine Historie?
00:01:06: Also wenn ich der Dinosaurier bin, habe ich ja was richtig gemacht in Sachen Männergesundheit offenbar?
00:01:10: Absolut.
00:01:10: Ja absolut!
00:01:13: Und ja... Ich bin von Hause aus soziologisch, lebe auch gar nicht in Dresden sondern in Michendorf und hab mich schon in der Uni ziemlich viel mit Männern also eigentlich am Ende fast ausschließlich mit Männerfragen beschäftigt, viel geschlechter Forschung gemacht und bin dann nach dem Studium war mir das dann doch zu viel Theorie ausschließlich.
00:01:38: Und während des Studien schon veröffentlicht, habe mein Diplomarbeitsthema auch zu einem Männerkörper Thema geschrieben und wollte aber danach in die Praxis.
00:01:57: Das heißt ich hab danach noch eine Körper- und Bewegungstherapeutische Ausbildung gemacht von drei Jahren und arbeite neben meinem Job hier auch als freiberuflicher Männercoach und Paparater.
00:02:10: Und
00:02:10: das schon lange, glaube
00:02:12: ich?
00:02:13: Ja genau, also ich bin ja erst seit acht Jahren hier.
00:02:17: Das ist für dich zwar schon vielleicht den Osaurierhaft aber eigentlich... geht mein Berufsleben schon viel weiter zurück.
00:02:25: Na
00:02:25: ja genau, das ist eher so ein bisschen das Dinosaurierhaft hier.
00:02:28: natürlich bist du deutlich länger hier als ich aber... Als ich dich kennengelernt habe und du mir erzählt hast von dem was du schon gemacht hast und so da hatte ich das Gefühl der Mund ging immer weiter auf.
00:02:37: so oh das hat er alles schon gemacht Und schon solange am Thema Mannsein und Männergesundheit.
00:02:43: Das ist ja so'n bisschen das Was sich so spannend finde.
00:02:46: an dem Dinosaureer Stefan
00:02:48: Ja mich hat es.
00:02:52: Also das eigene Interesse dafür ist, glaube ich entstanden während des Studiums.
00:03:00: Vielleicht, dass er gerade ein bisschen vorher schon zu Hause bei meiner Mutter Frauenarbeit gemacht hat in der Kirche?
00:03:06: Also so ein bisschen mit Geschlechterfragen habe ich mich früher schon beschäftigt aber noch nicht wirklich explizit und im Studium hab' ich mich dann da mehr für interessiert einmal von der theoretischen Seite, aber auch meine erste Männergruppenerfahrung gemacht dem Studium Im Grundstudium noch und als ich dann nach Berlin kam zum Hauptstudium, da bin ich so richtig eingestiegen.
00:03:29: Zum einen im theoretischen Arbeiten damit weil wir selber ein Seminar organisiert haben zur Männerthematik, also autonomes Studentenseminar quasi.
00:03:41: Und dann habe ich aber auch eine Männergruppe begonnen, eine therapeutische und bin in Therapie gegangen.
00:03:46: Also meine eigene Erfahrung als Teilnehmer einer Männergruppe, einer therapeutischen Männergruppen.
00:03:53: Die hat sich sehr geprägt.
00:03:54: Ja ich hab selber teilgenommen und die hat mich extrem gepräght und hat zum einen in mein Leben verändert und mir ein ganz anderes Standing verschafft und zum anderen aber auch mir gezeigt wie toll das, wie toll Männerarbeit ist also wie toll es sein kann wenn Männer in einem vertrauensvollen Raum zusammenkommen, sich öffnen, sich zeigen miteinander, sich entwickeln.
00:04:18: Sicht challenging vielleicht auch.
00:04:20: Ja, wie muss ich mir das vorstellen?
00:04:21: Das muss ja gewesen sein, neunzehnhundert, versteht man sich meine, neunsundneinzig oder so, therapeutischen Männerarbeit.
00:04:29: Wie findet es sich, wie definiert sich so eine Gruppe und was treibt einen an in so einer therapeutische Männergruppe zu gehen?
00:04:40: Wie definiert die Sicht?
00:04:41: Es war einfach nur eine Grupe von einem Therapeuten, von zwei Therapeutenmännlichen geleitet, die nur für Männer waren.
00:04:49: Die haben
00:04:50: gesagt, hier wir schreiben aus.
00:04:51: Wer Lust hat kann sich anmelden?
00:04:52: Ja ich bin dahin weil ich bei dem einen Therapeuten eine Einzeltherapie war.
00:04:56: also der Weg war nicht die suchende Gruppe sondern der weg war.
00:04:59: Ich suche eine Einzeltherapie und für mich war klar ich will zu einem Mann.
00:05:04: Das war mir einfach lieber das war mir näher.
00:05:06: da habe ich mehr Vertrauensvorschuss sage ich jetzt mal.
00:05:11: Und er hatte verschiedene Vorgespräche mit einigen und haben dann den ausgesucht in der den ich am besten fand Und der hatte zufällig auch mit seinem Kollegen eine Männergruppe am Start.
00:05:21: Und
00:05:21: der, die erzählt hat und dann hast
00:05:22: du... Von dem er mir erzählt hat?
00:05:24: Genau.
00:05:24: Komm
00:05:24: doch mal gucken wie das ist!
00:05:27: Okay also ich frage da so neugierig weil die... Ich stelle mir vor wenn ich in... ich gehe irgendwo in eine Therapie, ich bearbeite irgendein Thema Das ist ja schon irgendwie sensibel, das ist ja ein Vertrauensvorschuss vertrauensbasis wie du gerade gesagt hast und dann mir aber vorzustellen ich geh' in eine Gruppe Und da sind andere und dann muss ich mich zeigen, nicht öffnen.
00:05:46: Warst du schon so mutig?
00:05:47: Hast du gesagt, ich fordere mich heraus?
00:05:48: Ich challenge mich selbst indem ich mich dem stelle oder wie ist das passiert?
00:05:53: Wie hat dich das bewegt?
00:05:54: Naja, ich glaube, ich habe immer in Gruppen schon gearbeitet sozusagen.
00:06:01: Ich war nie eine Einzelgänger.
00:06:02: Ich hab immer einer Jugend schon wahnsinnig viel Jugendarbeit gemacht in der Kirche, in der Küchengemeinde.
00:06:08: Ich habe die Jugendzeitungsredaktion geleitet, ich hab Jugendmessen mit vorbereitet in einer Gruppe.
00:06:16: Also ich war eigentlich immer in solchen Gruppen unterwegs.
00:06:18: Insofern war das sein in Gruppen meist nichts Neues für mich und auch in der Uni habe ich dann wie sofort in die Fachschaft... Aber das
00:06:26: Thema ist ja doch schon sensibler oder
00:06:28: so?
00:06:28: Ja!
00:06:29: Wie will sagen dass das Austausch nun sein und arbeiten wird?
00:06:32: anderweitens für mich keine Hürde.
00:06:37: Und ich glaube ich war.
00:06:38: aber was die sensiblen persönlicheren Themen betrifft, war es einfach klar, dass ich irgendwie den Entwicklungsschritt brauche und deswegen ging ich in diese Therapie.
00:06:55: Und... Es fahrt sich für mich gar nicht wie ein mutiger Schritt an, die fühle glaube ich also genauer.
00:07:01: erst mal ist jetzt schon paar
00:07:03: Jahre her
00:07:03: aber ich habe nicht das Gefühl als hätte ich mich da besonders überwinden müssen.
00:07:09: Es
00:07:10: war auch nie so tatsächlich, wie es ja für manche anderen Männer ist.
00:07:15: Dass Männer jetzt immer so ein rotes Tuch waren, dass ich zu Männer immer nur Konkurrenzverhältnisse hatte und mit Männern so gefährlich... Das war beim Jahr eigentlich nicht
00:07:24: so gut.
00:07:24: Und wie kamst du quasi dann?
00:07:26: im weiteren Verlauf sagen wir mal, muss sich das Thema Männergesundheit irgendwie rauskristallisiert haben?
00:07:31: Wie kam das denn dazu?
00:07:34: Ich bin auf den...das war auch eine Biodynamisch-Bioenergetische Körper Also Gruppe, das heißt Therapie, das heisst wir haben viel mit Körperübungen und Körper auch gemacht.
00:07:43: Und parallel entstand bei mir auch so eine Lust an mehr meinen Körper zu erforschen im Sinne von selbst Erfahrungs-Sachen machen, Tanzsachen machen Kontakt, Improvisationen alle möglichen Körperarbeitsformen auszuprobieren.
00:08:02: Das hat dann auch dazu geführt, dass ich nach dem Studium – da war die Therapiegruppe schon längst vorbei aber nach einem Studium eben noch so eine Körper- und Bewegungstherapeutische Ausbildung angefangen habe.
00:08:12: Also das heißt, ich hatte dieses Interesse an mit meinem eigenen Körper was erleben und zwar nicht jetzt nur Sport und Auspauen und so sondern eine Selbsterfahrung, die auch bedeutet... Ich gehe in der Aktion und hab aber auch einen Raum zu spüren wie sich etwas anfühlt.
00:08:31: Das war immer wichtig und ich habe auch so Selbsterfahrungsformate gesucht oder gefunden, wie zufällig oder nicht weiß ich nicht.
00:08:38: Die das kombiniert haben also die nicht nur irgendwie Action und Tanzen und werden nach Hause gehen.
00:08:42: Nach dem Duschen sondern irgendwie Action- und Tanze oder Action und Bewegung oder auch nur Bewegungen ohne viel Action und gucken wie es ist sich hinterher austauschen.
00:08:51: Austauschen,
00:08:52: dann quasi sonst hättest du ja auch ins Fitnessstudio
00:08:54: gehen?
00:08:54: Ja oder das mit Themen kombinieren.
00:08:56: Das ist auch tatsächlich was weiß ich bis heute mit Verwenden in meinen Männerkumpen und Seminaren wo ich Übungen mache wo Männer miteinander körperliche Erfahrungen machen also von Grenzen zum Beispiel von heraus gefordert werden zurückziehen von Ich alleine gegen die anderen oder solche Sachen.
00:09:20: Und das war, ich glaube der Schritt von da, von diesem Lust an Körper.
00:09:28: Selbsterfahrung würde ich es jetzt mal nennen.
00:09:30: zu Männergesundheit ist nicht so weit also für dich.
00:09:36: Na klar thematisch liegt das nahe aber dass das sozusagen draufgeschrieben wurde?
00:09:40: Also dass du dir das auf deine Fahne geschrieben hast Männergesündheit wo begann das?
00:09:46: Also, ab wann ist dir das das erste Mal klar geworden?
00:09:48: Mensch ich stehe irgendwie für Männergesundheit oder es interessiert mich.
00:09:51: Oder das ist so mein meine Headline.
00:09:57: Ich kann nicht sagen, da gibt's keinen genauen Zeitpunkt oder Ereignis oder sowas an dem ich das fest machen könnte.
00:10:04: Ich habe nach dem Studium mit anderen zusammen einen Gender-Institut gegründet wo wir ... Genderwerk hieß das... Also gemischtes Team Männer Frauen, Gender Trainings gemacht haben, Gender Mainstreaming Prozesse und so weiter.
00:10:18: In welchem Jahr sind wir?
00:10:21: Ungefähr... ...Ninzenhundert.
00:10:24: Zwei Tausend.
00:10:26: Wir haben schon die
00:10:28: das Millennium-Beschritten.
00:10:29: Keine Ahnung, zwei tausend vier oder sowas.
00:10:31: Okay, Anfang der zweitausender?
00:10:33: Genau!
00:10:34: Genderwerk.
00:10:36: Und da war ich tatsächlich auch schon immer für Körperthema irgendwie zu haben.
00:10:41: und ich glaube da hat es angefangen, dass ich mich eben für Männergesundheitsspezielle auch interessiert habe.
00:10:47: Und hab auch Kollegen getroffen... Auch Internationalkollegen getroffen durch verschiedene Reisen teilweise durch eine Buchveröffentlichung die ich im Studium noch gemacht habe mit Leuten übersetzt.
00:11:02: Ich hab denjenigen, denen ich übersetzt hab besucht in Kanada und einen anderen später sehr oder damals auch schon bekannter Auto Bob Connell, Raven Connell heute in Australien besucht.
00:11:14: Also bin da so rumgetont sozusagen auf verschiedenen Konferenzen und da ist mir dieses Thema Gesundheit immer mal wieder so peripher begegnet?
00:11:24: Und dann gab es in der Initiative mal irgendwann von Professorinnen und Männeraktivisten sag ich jetzt mal in Deutschland für ein Männergesundheitsbericht.
00:11:41: Da wurde eingeladen und mich auch hingefahren nach Bielefeld.
00:11:43: Und das war, glaube ich, außer in den zweitausender Jahren noch vor Jahrzehnten, würde ich sagen.
00:11:51: Zudem ist es dann erst mal nicht gekommen aber dadurch lernte ich dort wieder mehr Kollegen kennen und mit einigen davon habe ich dann, ich glaube, im Jahrzehn-Elf das Netzwerk Männergussendat gegründet.
00:12:06: Von loses Netzwerks bis heute ein loses Netzwerk bis heute heißt heute netzweige jungen und Männer gesundheit über die jungen gesundheit dann irgendwann explizit mit Einbezogen haben.
00:12:16: Und dient eben wieder namenschen sagt hauptsächlich zur Vernetzung aber auch zur Verbreitung dem der gegenseitigen Produkte.
00:12:25: sozusagen betreffen uns alle anderthalb Jahre.
00:12:30: wir vermitteln uns gegenseits für wenn es Anfragen gibt.
00:12:34: Das
00:12:34: ist an Deutschland weit agieren?
00:12:36: Ja, nee, deutsch-prachigweit.
00:12:38: Da
00:12:38: auch quasi.
00:12:39: Leute dachraum genau.
00:12:42: Also wie schon hauptsächlich Deutschland aber immer wieder Leute aus der Schweiz oder aus Österreich dabei Luxemburg licht bisher.
00:12:50: Genau und ja ich glaube das ist eigentlich so dass wo ich am explizitissen sagen kann Männergesundheit hat da begonnen in Anführungszeichen.
00:13:02: Und was ich vielleicht nochmal kurz zurückgespult, was auch eine große Rolle gespielt hat waren die bundesweiten Männer treffen.
00:13:08: Das war so ... In der Männer Szene das jährliche Treffen.
00:13:16: Was immer zu krass ist.
00:13:17: Bis heute organisiert wird seit über vierzig Jahren, glaube ich, frei organisiert und auch da habe Selbsterfahrung und auch Körper-Selbserfahrungen.
00:13:32: Immer, nicht immer aber zum Teil gesucht.
00:13:34: Das war dann schon zu ... Da haben wir da Kollegen getroffen oder Menschen getroffen, Männer getroffen hier heute Kollegen sind.
00:13:41: Okay?
00:13:42: Ja.
00:13:43: Und dann bist du quasi im Jahr twohntausend achtzehn irgendwann hier aufgeschlagen also da irgendwo noch sieben Jahre dazwischen zwischen zwei tausend elf und zwei tauntauchzehn.
00:13:51: Auf alle Fälle hat sich das Thema immer mehr verfestigt und für dich immer mehr auch abgebildet dass so das für dich als Fokusthema mitnehmen konntest in allen Bereichen, egal wie ob jetzt Netzwerk oder Einzelarbeit oder eben dann auch hier.
00:14:07: Du stehst für Männergesundheit wenn du die Jahre zusammenfassst.
00:14:13: oder kannst du so eine Art Definition für Männer Gesundheit geben?
00:14:19: Wenn wir mal ins Thema ein bisschen reingehen was Männer gesundheit jetzt eigentlich ausmacht Was das alles so beinhaltet, neben der Körperarbeit oder
00:14:26: dem...
00:14:28: auch der inneren Arbeit vielleicht.
00:14:30: Kann man das irgendwie zusammenfassen?
00:14:31: Kannst du dem irgendwie mal versuchen, so ein Abriss zu geben?
00:14:36: Was gehört da alles rein wenn sich jemand mit dem Thema Männergesundheit beschäftigen will?
00:14:42: Also in Definitionen
00:14:43: habe ich natürlich nicht am Start und es gibt ja andere die das schon gemacht haben.
00:14:47: Da geht's bei der Stiftung meiner Gesundheit wahrscheinlich auch zum Nachlesen.
00:14:51: Aber auf jeden Fall ist mir sehr wichtig dabei, dass nicht nur medizinisch auf das Thema geguckt wird.
00:14:59: Das ist für mich ganz schnell eine Engführung.
00:15:02: Es gibt auch verschiedene Gesellschaften die nur die Medizin da im Fokus haben und viele Menschen auch die bei Gesundheit erst mal in der Medizin denken.
00:15:12: Und es führt eine große Verkürzung, die auch fatal sein kann weil Gesundheit halt weit mehr beinhaltet.
00:15:22: Auch weit nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen natürlich und Kinder.
00:15:27: Weit vorher anfängt bevor wir überhaupt über Medizin sprechen.
00:15:33: Medizin ist ja schon quasi... Da ist man ja schon in Krankheitsdenken.
00:15:37: Das ist schon das Ende vom Lied?
00:15:38: Ja,
00:15:38: das Ende von dem Lied will ich sagen, aber wenn wir über Medizinen sprechen, medizin nehme ich ja deine Ansprache, wenn was stimmt!
00:15:43: Und von Gesundheit reden wir, wenn etwas stimmt.
00:15:48: Wir wollen eigentlich dahin kommen nicht mehr Gesundheiten, nur das ist ja sozusagen der auch ein sehr bekannter Ansatz
00:16:00: von den Chinesen.
00:16:01: Salutogenetischer Ansatz zu sagen Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Krankheit sondern gesundheit ist allgemein das Wohlbefinden auf allen Ebenen, das heißt psychischer Gesundheit, körperliche Gesundheit und soziale Gesundheit.
00:16:15: Und sexuelle Gesundheit!
00:16:16: Was übrigens die WHO schon so'n-Achtenvierzig definiert hat.
00:16:19: also zum Thema Definition von Gesundheit... Die waren dann so'nt-Aachtenvierzig glaube.
00:16:25: ich war das sagenhaft schon soweitsichtig diesen großen Blick drauf zu haben.
00:16:30: und deswegen spreche ich auch eigentlich ungern von Prävention weil Prävenzion immer nur heißt verhindern.
00:16:37: Ich vermeide
00:16:38: irgendeine
00:16:38: Krankheit, sondern von Gesundheitsförderung lieber.
00:16:42: Und gerade für Männer finde ich das deswegen bedeutsam weil schon viele Männer und da ist es immer so ein bisschen schwierig von den Männern zu sprechen, weil's natürlich riesen Differenzen gibt aber es gibt schon eine nicht unerhebliche Zahl die das so ein bißchen sagen wir mal vernachlässigen in dem Sinne, dass sie sich erst dann kümmern wenn es wirklich zwickt.
00:17:08: Also wenn's richtig krass zwickt!
00:17:11: Ja...
00:17:11: und ähm.. also
00:17:13: wenns schon fast zu spät ist?
00:17:14: Wenn das
00:17:14: Blaulicht kommt haben
00:17:15: wir mal mit einem Thomas Q Hönel eine Folge gemacht ja wann holen Sie sich meiner Hilfe wenn das blaulich kommt?
00:17:20: Also wenn´s schon sehr auf einen Schlag geht.
00:17:23: Genau wenn die Hilfe schon unterwegs ist.
00:17:26: So krass würde ich es nicht formulieren aber genau.
00:17:29: Also oftmals brauchen sie irgendwie den Schubs, also manchmal brauchen sie einen fetten Schub Ähm ... wie eine richtig schlimme Krankheit.
00:17:37: Manchmal brauchen sie einen Schubs von einer Partnerin oder einem guten Freund, oder von den Arbeitskollegen.
00:17:42: Gibt's auch Projekte, die das sehr befördern?
00:17:46: Dass man im Kollegenkreis Gesundheitslotsen ausbildet und die dann auf kollegale Ebene sagen, jetzt kümmer dich mal darum, guck mal daheim!
00:17:54: Ich seh doch, du ächzt dir die ganze Zeit, wenn du irgendwas hebst, weil es mit deinem Rücken los ist,
00:17:58: willst du
00:17:59: nicht mal
00:18:00: so?
00:18:00: Dann haben wir noch psychisch sozial- und sexuell den Impuls zu geben.
00:18:04: Ich sehe doch hier, dass du durchhängst, psychisch oder sozial?
00:18:08: Dass du keine Freunde hast, seh ich doch.
00:18:10: Genau, zum Beispiel.
00:18:13: Und als wo ich gerade noch das Psychische-Gesund hat ... Das
00:18:17: Randschubsen war grade so der Impuls von außen bei der Arbeit.
00:18:21: Es gibt bestimmte Arbeitsprojekte die das befördern.
00:18:27: Genau und bei psychischer Gesundheit ist es, das kann aber jetzt psychische schreckliche.
00:18:31: soziale Gesundheit betrifft beides.
00:18:33: Ähm, da können gute Momente so Übergangsprozesse sein.
00:18:38: Also Übergangssituationen in denen sich Männer befinden zum vom jungen Erwachsenen zu einem alter Erwachsenden Einstieg ins Berufsleben Ausstieg aus dem Berufsleben Trennung Scheidung Kinder Kriegen Kinder gehen das im Haus.
00:18:50: also alles solche Momente diese
00:18:52: Übergängsphasen
00:18:53: Überganges Phasen wo sich ja richtig stark was ändert im Leben von Männern auch ob sie es wollen oder nicht Ob sie es zugehen oder nicht der ist ein großer Veränderung drin.
00:19:03: Ja Und manchmal entstehen da eben krisen, psychische Krisen vor allen Dingen oder auch soziale Krisen.
00:19:09: Wenn ich mein wenigsten Beruf aussteige und auf einmal ist, habe ich keine Freunde mehr weil die irgendwann nur auf Arbeit waren.
00:19:16: Das sind manchmal auch Momente wo sich Männer tatsächlich Hilfe holen aber auch Moment wo man aktiv natürlich wenn man die vorher schon weiß sagen kann okay wenn ich weiß hier haben wir Männer in unserer Firma Da die steigen jetzt dann irgendwie bald aus dem Beruf aus, da mache ich nicht nur ein schönes irgendwie Handshake und du kriegst irgendwie dein Präsent.
00:19:37: Und du darfst irgendwie zu einmal im Jahr zur Weihnachtsfeier dazukommen, sondern ich fange schon weit vorher an.
00:19:43: Biete den das Personalabteilung vielleicht was an?
00:19:45: Unser Kerste, wo ihr nachgedacht wie gestaltet ist in deinen Berufsaustieg.
00:19:49: So ja, da kann ich ja proaktiv auch...
00:19:52: Also privat, also wie hast du?
00:19:53: Nee, als
00:19:54: Privat oder auch als Arbeitgeber.
00:19:55: Nee ich meine, beruflich werde ich angesprochen Wie gestelle ich mir privat dann meinen Ausstieg vor?
00:20:00: Oder...
00:20:01: Ja!
00:20:03: Als Gesprächsangebot von
00:20:05: dem Unternehmen.
00:20:05: Genau, genau.
00:20:06: Darüber
00:20:07: zu reden Was habe ich denn so vor?
00:20:10: oder was könnte ich dann so brauchen?
00:20:11: Oder irgendwie so in der Art?
00:20:14: Genau, oder wie ist das überhaupt für wenn man so ein vertrauensvoller Gesprächsbasis hat in der Firma.
00:20:22: Beispielsweise auch darüber zu reden, wie geht's denn dir damit?
00:20:26: Also bei dem Berufsausstieg geht es für mich ja nicht nur darum den Abschied gut zu gestalten und gut Schiffs zu sagen und sich dann vielleicht irgendwie das Ehrenamt für danach zu suchen sondern es geht ja auch darum den Trauerprozess zu gestyten.
00:20:39: ich muss ja was gehen lassen Und wenn ich das nicht irgendwie... Wenn ich das irgendwie weg haben will weil ich das lieber nicht fühlen will wie es mir damit geht habe ich auch beim Ehrenamt das nächste Problem.
00:20:50: Ist es
00:20:50: eine Beobachtung, die du machst jetzt aus den Jahren oder die du da gerade wiedergibst?
00:20:54: Dass wir das gerne vermeiden und dass wir gerne ausweichen solchen unangenehmen Phasen, solche unangennem Themen, die dann in solchen Phasern auftauchen?
00:21:02: Ja also wir Männer...
00:21:05: Das gibt's nicht geschärft aber auch ja klar.
00:21:10: Ich, ja das nehme ich schön wahr, dass diese Ausweichbewegungen schon war auf verschiedensten Ebenen.
00:21:14: Also bei paar Konflikten lieber nicht hingucken lieber so lange warten, bis man dann mal irgendwie das anspricht oder sich Hilfe sucht bei körperlichen Gesundheitsthemen.
00:21:25: Bei psychischen Themen, dass das weggucken oder die Ausweichbewegung nämlich schon viel war und die Fakten zeigen es ja auch also, dass des Männern gesundheitlich schlechter geht als Frauen hat zum Teil mit ihrem Gesundheitsverhalten zu Toni im Schlechteren?
00:21:42: Konsumverhalten!
00:21:44: Konsumverhalten
00:21:46: zum Beispiel, aber auch Risiko.
00:21:49: Lebensführung, genau.
00:21:50: Also Essen trinken, rauchen und so weiter?
00:21:54: Wenig Sport, wenig Bewegungen oder was?
00:21:55: Wenige
00:21:56: Sporten, wenig Bewegungen oder eben gleich übertreiben also Extrem-Sport.
00:22:00: Gleich übertreibend, genau!
00:22:02: Extrem Fußballer werden dann mit kaputten Knien nach Hause kommen.
00:22:05: Genau Risiko, risikohaft Autofahren.
00:22:08: ja ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht ob das bei dieser WM diese neue Regelung so toll ist.
00:22:13: wenn die liegen bleiben weil sie sich wehgetan haben dann wären sehr bestraft wenn sie zu lange liegenbleiben das sind eine Minute raus müssen.
00:22:20: Also ob das jetzt, ich verstehe es schon dass man da irgendwie sozusagen gezeigt steht nur vermeiden will aber aus gesundheitlicher Perspektive ist das jetzt nicht wie die schweige
00:22:28: Wunschung.
00:22:33: Aber die Zahlen die aufs Gesundheitsverhalten führen also das schlechtere Gesundheitszustand von Männern ist nicht nur aufs Verhalten zurückzuziehen sondern auch mal zusagen soll das sind doch die Verhältnisse daran Schuld.
00:22:46: Aber
00:22:47: was meinst du mit Verhältnisse?
00:22:49: Da komme ich gleich zu.
00:22:50: Ich will noch eben den anderen Gedanken zur Ende führen, wo ich mich auch anders verhalten könnte und meistens habe ich ja die Möglichkeit... Und das Nicht-Tour ist es ja normalerweise eine Ausweichverhaltende, mir kompensiere ich ja etwas.
00:23:04: Wenn ich zu viel rauche, zu viel trinke, zuviel sonstwas mache dann tue ich es ja nicht weil ich irgendwie doof wäre.
00:23:10: Kognitiv weiß ich ja genau, dass mir das schadet.
00:23:13: Sollte nicht tun damit was weil ich was... Ich will
00:23:15: irgendeine Sehnsucht damit bedienen.
00:23:17: Ich will eine Sehmsucht mitbedienen, ich vermeide etwas, ich kompensiere irgendwas und nicht fühlen und stecken mir lieber einer an.
00:23:23: also Das sind meistens Bewältigungsverhalten in
00:23:27: der Psychologie
00:23:27: sagen so Genau Und die zeigen ja dass da offenbar was vermieden wird.
00:23:35: Könnte ich mir als Mann, wenn ich jetzt hier so zuhöre und ich höre das könnte ich dann mir quasi als Umkehrschluss sagen Ich beobachte mal mich im Alltagsleben Und immer also wenn ich feststelle oh Jetzt will ich jetzt machen wir das dritte Bier auf oder jetzt stehe ich mir schon wieder eine an Mich mal fragen was sich da eigentlich so Also was mich da eigentlich wirklich antreibt außer die Gewohnheit also ausser zu sagen ja schon seit zehn Jahren Könnte ich mir das umkehrschlussmäßig als Indikatorfrage mitnehmen zu sagen?
00:24:06: Warum denn, wie soll denn bloß
00:24:08: also dass wäre die Königs der Königsweg überhaupt ehrlich gesagt.
00:24:14: Also wenn das wenn du das machen würdest oder Wenn das viele machen würden ja sehr die Welt anders aus bin
00:24:21: jetzt schon bei der Frage was können wir denn tun damit wir gesund bleiben so und das wär jetzt schon ein Ansatz.
00:24:29: aber
00:24:31: Ich zitiere mal kurz einen Lehrer, den ich mal hatte.
00:24:34: Der selber mal Drogenabhängig gewesen ist und der hat dann gesagt... Wie heißt es wenn ein Alkoholiker nicht mehr trinkt?
00:24:47: Trocken!
00:24:48: Trocken, genau.
00:24:49: Trocken ist man als Alkohliker nicht dann, wenn man nicht mehr dringt sondern wenn man bereit ist zu fühlen was man fühlt wenn man nichts zum Glas greift.
00:24:59: Ah okay
00:25:01: beziehungsweise respektive fürs rauchen.
00:25:04: Das ist genau das was du gesagt hast, also nicht nur die Disziplin über Disziplinen hinzukriegen sondern sich dem zu stellen was man eigentlich vermeidet.
00:25:18: Wichtiger Punkt okay?
00:25:20: Also ich könnte mich ja genau disciplinarisch geißeln und zwingen mit Macht und Kraft und Druck irgendwie fernhalten von allen Meine Wohnung clean, keine Giftstoffe mehr in der Wohnung.
00:25:30: Nichts mehr da und so könnte ich es quasi beseitigen.
00:25:37: Und spannender wäre aber die Frage um mal jetzt ein Bild zu zeichnen.
00:25:41: Ich leg mir die Zigarette auf den Tisch oder stelle die Flasche hin und dann gucke ich die an und frag mich Warum will ich sie trinken?
00:25:47: Warum will sich die rauchen?
00:25:49: was ist das?
00:25:49: Was gibt du mir?
00:25:50: Was gibst du
00:25:51: mir Flaschen?
00:25:52: Genau was ist dass genau?
00:25:53: was gibst Du?
00:25:54: flasche
00:25:58: Ist gut,
00:25:59: stimmt.
00:25:59: Nicht schlecht!
00:26:02: Was will ich eigentlich von dir?
00:26:04: So was erhoffe ich mir.
00:26:06: Das wäre die spannende Frage interessant.
00:26:08: Lass uns mal zurück zu den Verhältnissen kommen auf die du für ihn abgestellt hast einfach um zu verstehen warum wir gesundheitlich schlechter aufgestellt sind und vielleicht mögliche Ansätze daraus abzuleiten.
00:26:22: Ja also die Verhältnisse.
00:26:23: man sagt ja auch ganz schön es gibt Verhaltens- und Verhältnisprävention.
00:26:27: Das haben wir schon vor ein paar Jahren kapiert, dass es nicht nur darum geht das Verhalten zu verändern sondern auch die Verhältnisse, die Gesundheit bedingen oder Corona gesund hat und Krankheit bedingt.
00:26:44: also ganz simple gesprochen heißt es natürlich jetzt an Arbeitsplätzen beispielsweise Arbeitsschutz.
00:26:49: ja also das ist normal heutzutage Obwohl das ein großes Thema ist, ich will nicht sagen, dass es überall selbstverständlich ist.
00:26:57: Aber darum kümmert man sich eben auch von den Unfallversicherungen.
00:27:00: Das stimmt, das hat sich entwickelt?
00:27:02: Die Verhältnisse so zu kreieren, dass sie möglichst gesund sind oder mal Krankheiten und Verletzungen vermieden werden.
00:27:10: So das ganz grobe.
00:27:12: Ich meine damit jetzt eher die Geschlechterverhältnisse.
00:27:16: Das heißt in gesellschaftlichen sociokulturellen Bedingungen die dazu führen, dass Männer ... Dass Männer nahegelegt wird sich zuzuverhalten wie sie sich verhalten.
00:27:32: So würde ich mal sagen.
00:27:33: Sprich fängt an im ganz Kleinen ein Junge weint doch nicht oder ... Ah!
00:27:41: So was meinst du
00:27:42: dir?
00:27:42: Ich brauche mal zwei Männer zum Tisch tragen.
00:27:44: Was sind so ganz total simple banale Sachen, wo keiner irgendwie denken würde, ihr seht... Das ist nicht
00:27:48: zu den anderen Fußballspielen gehen.
00:27:50: Genau.
00:27:52: Wo ganz selbstverständlich vorausgesetzt wird der Mann oder Junge Ist ja wohl taf genug, unseren Mann zu stehen und kriegt das ja wohl hin.
00:28:00: Und ist doch jetzt hier kein Weichei oder sowas?
00:28:05: Das ist vielleicht nicht mehr so verbreitet wie früher.
00:28:08: Da gibt es auch eine Bewegung in den Generationen.
00:28:12: Aber es ist noch verdammt starker Wirkungsmärkte.
00:28:14: Immer noch starker.
00:28:14: Erleb ich auch so also die sogenannte strukturellen Verhältnisse oder diese patriarchalen Strukturen, die da uns konditioniert haben im Sinne von wie du's gerade aufgezählt hast.
00:28:25: Also, Indiana kennen Geinschmerz.
00:28:27: Ha ha!
00:28:29: Oder ich brauche mal einen starken Mann beim Tisch tragen und so.
00:28:35: Die sorgen dafür dass wir gesundheitlich schlechter aufgestellt sind?
00:28:38: Ja in der Lange dann schon würde ich sagen also zum Einen...
00:28:43: Weil immer ich mir den Rücken mit dem Tisch kaputt mache und nicht die Frau
00:28:47: Ja, das ist jetzt ein bisschen zu direkt gedacht.
00:28:49: Sondern weil ich dazu aufgefordert werde, meine Empfinden möglichst zu ignorieren.
00:29:01: Im Leistungssport ist es irgendwie logisch und gilt für die Frauen auch.
00:29:04: Alle müssen sich abhärten überhaupt Leistungssport auf diesem absoluten Top-Niveau machen zu können.
00:29:09: Das kann man auch mal fragen, ob das alles so toll ist?
00:29:11: Auch wenn wir gerne zugucken... Aber ich habe so ein Lieblingsbild immer, wie Bastian Schweinsteiger irgendwie mit seinem Pflaster da und blutelaufend im Gesicht, der irgendwie dann weiterspielt.
00:29:21: Weil er natürlich irgendwie tuff ist und weiter kämpfen muss im Finale gegen Argentinien in den Fall.
00:29:28: Also das ist so ein schönes Bild dafür nicht nur weil es sein Verhalten ist sondern weil es auch zeigt wir finden es ja auch cool Aber wir gucken da ja auch gerne zu.
00:29:38: Wir finden das ja auch irgendwie geil, dass er das mal irgendwie durchstehen kann und es ist ja... Das hat ja auch eine Qualität die man gar nicht komplett oder ich gar nicht jetzt kompletten Abrede stellen will.
00:29:48: Ist ja auch super cool mal irgendwie taft durchzuziehen.
00:29:52: aber wenn das eben nur in diese Richtung
00:29:54: geht...
00:29:54: Ja mit einem
00:29:55: Extremismus ist der quasi ausschließlich so ist?
00:29:57: Genau!
00:29:57: Und es geht einfach sehr in die Richtung, dass von Männern selbstverständlich verlangt wird oder erwartet wird dass sie die Jobs am Hof hochofen machen und dass sie Jobs bei der Müllabfuhr machen.
00:30:10: Und dass sie irgendwie die härtere Jobs machen, für ninety Prozent.
00:30:13: Weil man
00:30:14: das ja eine Frau gar nicht zumuten kann?
00:30:16: Ja genau!
00:30:16: Was wir auch glauben teilweise, was ich teilweise auch von Frauen zu hören bekomme.
00:30:21: Genau dabei ist es natürlich ... Man kann ja sagen, es sollten die machen, die jetzt irgendwie am kräftigsten sind.
00:30:25: aber da... Es gibt ja auch Frauen, die sind viel kräftiger als Männer.
00:30:28: Das stimmt ja.
00:30:29: Warum sollten die das jetzt bitte nicht machen?
00:30:30: So steht man doch nicht.
00:30:32: Nicht, dass ich jetzt den Frauen damit suggerieren will.
00:30:35: Sie drücken sich, aber das ist ein gesamtgesellschaftliches Agreement, sage ich mal.
00:30:43: Und führt auch dazu, dass ungefähr ninety- vier Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle Männer erleiden?
00:30:50: Und das ist nicht so, weil die irgendwie so beschwert sind und sich gerne umbringen auf Arbeit.
00:30:54: Sondern weil sie natürlich in den Jobs sind, die auch gefährlicher sind.
00:30:57: Und dann sind Sie vielleicht noch zu risikofreudig?
00:30:59: Dann sind wir wieder bei dem Verhaltensthema von vorhin... Ja.
00:31:03: ...und denken, ja, geht schon!
00:31:04: So.
00:31:06: Sind auch so trainiert worden, konditioniert worden der Held zu sein was du unterdrücken und nicht zu spüren, nicht hinzugucken und sagen Geht schon wie du gerade
00:31:12: seitens.
00:31:12: Genau.
00:31:12: Beispielsweise Dachdecker.
00:31:13: Dachdäckern müssen sich eigentlich sichern Heutzutage
00:31:18: oder Industrie, Kletterer und so.
00:31:19: Über
00:31:20: Diggt zeigen wir mal ein Dachteil der das macht.
00:31:23: kein Mensch macht es insofern genau.
00:31:28: also das wird erwartet wird implizit erwartet und wird auch sagen wir mal mindestens mal psychisch sanktioniert wenn's nicht passiert
00:31:43: teilweise
00:31:43: auch
00:31:46: sozial Sanktioniert?
00:31:47: Ja, genau.
00:31:48: Je nach Milieu natürlich total unterschiedlich, das ist klar, es ist nicht überall so... Aber das führt schon dazu, dass die Verhältnisse für Männer ungesünderes Leben nahelegen.
00:32:05: Soldatentum habe ich jetzt noch gar nicht erwähnt.
00:32:08: Da ist es natürlich ganz besonders krass!
00:32:13: In meiner Welt landen wir da ein bisschen bei den Archetypen der Krieger der er irgendwie kämpfen muss und in Kombination mit diesen ganzen Geschlechterverhältnissen, Strukturenpartner, Heranstrukturen und Konditionierungen, die wir so erfahren und erlebt haben.
00:32:32: Was ich mich gerade noch gefragt habe gibt es eine Tendenz?
00:32:35: also siehst du über die Jahre jetzt?
00:32:36: Der Vorteil eines Dinosauriers ist ja dass er sozusagen im long range quasi Zeiten miterlebt hat und Tendenzen erkennen kann.
00:32:47: Würdest du sagen, es gibt dann eine Verbesserung?
00:32:50: Ja.
00:32:50: Es gibt schon Verbesserungen.
00:32:53: Also man ... Ich sag mal, weinen auf dem Fußballplatz ist sehr langfähiger als das noch vor zwanzig Jahren war.
00:33:00: Homosexualität auch?
00:33:02: Homosexuellität auf einem Fußballplatz is nach wie vor überhaupt nicht so langfähig!
00:33:05: Ja, verstehe
00:33:06: ich.
00:33:07: Wenn du ausgestiegen bist wie Hitzelsberger, dann ja aber nicht als aktiver und das ist ein Riesenunterschied zum Frauenfußball by the way.
00:33:16: Da ist es komplett normal.
00:33:18: Es ist sowieso Mussexualität unter Männern sehr viel weniger, sagen wir mal akzeptiert und salonfähig als bei Frauen trotz Woeverreit und Westerwelle und was wir da alles hatten in den Jahren als Schule Politiker.
00:33:32: aber Schule ist immer noch ein Stimmwort.
00:33:35: Das höre ich dann sozusagen auch mal in der Schule meines Sohnes wo ich dann hier erstmal irgendwie sich mir die nackte Haare aufstellen.
00:33:42: Und das ist ja voll Schul hier!
00:33:43: So als nur so Flapsicht, er hat gesagt das Ding.
00:33:46: Und somit bleibt das Leben ja?
00:33:48: Oder
00:33:48: Schwule Sau ist immer noch ein Schimpfer.
00:33:51: Also dass... Das ist nun mal so nebenbei bemerkt.
00:33:54: Aber es gibt Tennis ja trotzdem einen Trend!
00:33:56: Es gibt... Ja, es gibt einen Trend.
00:34:02: Bei der Homosexualität schon klar geht es mehr, sagen wir mal, salonfähigem Anführungszeichen als noch vor dreißig Jahren.
00:34:11: aber Was das Gesundheitliche betrifft, würde ich sagen.
00:34:15: Das Männergefühle zeigen ist akzeptierter als früher.
00:34:23: Vielleicht nicht unbedingt in jedem Kontext?
00:34:26: Dass sie als Väter gerührt sind zum Beispiel oder dass sie wenn Sie irgendwie einen wichtigen Spiel verloren haben und so, das kann man alles ...
00:34:33: Wie gestern Christiane Ronaldo's Tränen beim letzten Spiel seiner Karriere.
00:34:38: Genau!
00:34:41: Seine Karriere wahrscheinlich nicht, aber egal.
00:34:42: Das ist eine WM-Karriere.
00:34:47: Aber das hier zum Beispiel bei einem rühseligen Film weinen was mir zu wellen passiert?
00:34:54: In meinem Umfeld erlebe ich das auch immer wieder mal oder höre ich das und da gibt es ein gewisser Lockerheit damit, aber es ist ja alles bubble.
00:35:00: also wir stehen ja immer in unseren Bubble Wahrscheinlich.
00:35:04: Ist das immer noch so?
00:35:05: Oder auch, wenn man zum Beispiel, küsse ich, sage ich irgendein Moderator sprechend irgendwas und der war dann gerührt und war dann auch den Trainer und musste sich die dann nur wie ganz verstohlen irgendwie so weg machen damit er irgendwie arbeitsfähig blieb.
00:35:20: also dass ist schon nicht so ganz easy.
00:35:25: wo man aber schon Fortschritte sieht finde ich es im Bereich Depressionen und psychische Erkrankungen vermehren kann man wohl schon auch sagen, dass die steigenden Krankheitszahlen psychische Erkrankungen von Männern einmal steigen sie.
00:35:43: Weil mehr Männer krank werden aber sich steigen statistisch auch deswegen weil mehr öffentlich wird also weil sich mehr Männer Hilfe holen und deswegen mehr in der Statistik auftauchen.
00:35:52: Weil es irgendwie okayer ist als früher da wirklich mit zum Arzt im Therapeuten zu irgendeinem Hilfsangebot zu gehen?
00:36:02: Ja
00:36:05: Genau, und dass der immer in Depression ist.
00:36:08: Da muss man wirklich sagen da hat sich viel getan und das muss man auch einigen Promis danken die das öffentlich gemacht haben ihre depressiven, ihre Depressionen im Leben oder ihre depressive Phasen wie diese Comedians ja die Diversen die es
00:36:22: gab
00:36:23: oder auch im Fußball gibt's ja auch einige und andere Sportler also so Burnout-Depression Sven Hanauer, weil zum Beispiel der Skispringer.
00:36:33: Also das ist den hoch anzurechnen finde ich, dass diese also öffentliche Person, öffentliche Männer sich hinstellen sagen ja auch und das sogar teilweise sich dann sozusagen in den Dienststellen das Thema zu promotern könnte
00:36:50: man sogar eine männliche Mietudebatte draus machen oder?
00:36:55: Ich auch irgendwie mehr erlauben kann.
00:37:01: Und so ein bisschen habe ich gerade darauf umgedacht auf diesen, was können wir denn tun?
00:37:06: oder warum ist das denn gesünder?
00:37:07: Nehm' mich mal an!
00:37:08: Ich gehe jetzt mal in die Rolle des... keine Ahnung konditionierten Mannes der da sagt ja ne was soll denn der ganze
00:37:15: Quatsch?!
00:37:15: Ich geh dann mit Widerstand dran und so.
00:37:17: ach ne mir geht's doch gut und ich krieg gar nix mit und so.
00:37:22: Also was sollte der Nutzen sein für mich wenn ich mir das erlaubn würde Wie?
00:37:31: Ich muss noch mal kurz überlegen, wie ich die Frage besser formuliere.
00:37:35: Diese Meet-to-Debatte... Was hab' ich denn dann davon?
00:37:42: Wenn ich das hier zugebe ... Dann
00:37:46: bin ich
00:37:47: ja trotzdem noch!
00:37:48: Da habe ich auch noch schlechte Laune und dann mach' ich gar keine Ablenkungen mehr.
00:37:51: Dann geh' ich nicht mehr zum Fußball oder keine Ahnung irgendwas.
00:37:54: Dann hab', ich ja immer noch.
00:37:56: Dann ist es ja nicht weg!
00:37:57: Verstehst was ich
00:37:58: meine?!
00:38:00: Ne, weg ist damit nicht.
00:38:02: Das fordert einen dann eher sogar heraus sich dem zu widmen und der Arbeit dranzustecken.
00:38:07: dass man sich darum kümmert sag ich jetzt mal.
00:38:10: Da muss ich das auch noch machen!
00:38:12: Genau.
00:38:14: also was könnte ich davon haben?
00:38:17: Gut es sitzt natürlich eine Frage des Menschenbildes.
00:38:19: letztlich.
00:38:20: Ich glaube dass ich davon A haben kann länger ausleben definitiv Und B. Ein zufriedeneres Leben, weil für mich also in meinem Menschenbild jedenfalls ist ein... Ich sag mal herzoffenes Miteinander von Menschen ziemlich toll und ziemlich was, was Menschen gut tut und was Menschen in ihrer Kraft brinden, ihren Potenzial stärkt sie froh macht.
00:38:54: so und das Kann ich aber nur ein wirklich zugewandtes Miteinander, kann ich nur haben wenn ich mich auch selber spüre.
00:39:02: Ich kann nicht nur den anderen... Das gibt es auch, dass man anderen gegenüber total fürsorglich jetzt so einen Carrying und so weiter die selber aber gar nicht spürt.
00:39:10: Und irgendwann geht das richtig nach hinten los.
00:39:12: also typisches Hilfersyndrom-Polymatik.
00:39:15: Jetzt können
00:39:17: wir mich um alle anderem, ich gebe und gebe und gäbe und so?
00:39:20: Ganz typisches Phänomen vieler Männer auch.
00:39:23: In der Pflege arbeiten denn Männer häufig?
00:39:25: Nee, auch andere Männer die sich für die Familie einsetzen... ...für die Familie und für den Job und fürs Ehrenamt.
00:39:33: Und richtig was tun denen man bei Leib nicht vorher haben kann dass Egoisten werden weil sie mich für sich eigentlich ohne geschmacken sondern für die anderen alle sich einsetzen und verausgaben und dann irgendwann sich wundern, warum sie einen Ballant haben.
00:39:47: Also das Geben und Nehmen ist dann nicht in der Balance, kann man das so sagen?
00:39:50: Weil ich erlebe es auch wegen der Herzoffenheit, sagst du, dass das mehr fetzt, dass man länger lebt, dass Man zufriedener lebt... Und ich wollte – und das war jetzt meine Ergänzungsfrage – sagen, dass ich dann vielleicht auch etwas leichter zurückkriege, eher zurückkomme wenn Ich mit offenem Herzen da bin erkennbarer bin berührbarer Bin man mich damit auch kennt.
00:40:10: in dieser Ganzheit Bild von mir geht es immer gut, ich gebe allen anderen und ich kümmer mich um alle anderen.
00:40:19: Mir geht's ja gut!
00:40:19: Ich brauche nichts.
00:40:22: Genau, ich würde das nicht geben und nehmen sondern ich würde es geben und empfangen nennen.
00:40:28: Also weil du sozusagen im Nehmen... Das ist wieder eine Aktivität zu sagen, wenn ich nehme was ich brauche.
00:40:34: Das stimmt in bestimmten Kontexten natürlich auch.
00:40:37: aber wenn ich da offener bin dann kriege ich viel mehr mit was eigentlich alles schön ist.
00:40:43: Dann kriege ich von der Schönheit, von Natur oder von meinem Gegenüber.
00:40:47: Oder von meiner Familie oder von den Frauen oder whatever meinen Freunden viel mehr mit weil ich offener bin und das natürlich
00:40:57: nicht aktiv was geben sondern ich bin berühr also sagen wir mal passiv berührter durch das was ich erlebe.
00:41:04: genau dass eine und ich kann aber auch wenn sie mir etwas geben Kann ich das auch mehr landen lassen, wenn ich immer nur mit so einem... Es
00:41:11: kommt mir an.
00:41:12: Ich tue es nicht gleich weg ins Regal, sondern... Ja
00:41:14: ist ja mein Job oder weißt du?
00:41:16: Wenn ich ein Lob kriege dann Feedback und Positivisierte.
00:41:18: Buggatelisiert, dass ich spiele.
00:41:19: Ist
00:41:19: ja mein job oder man tut was man kann.
00:41:21: oder weisst du so, wenn er so bagatellisiert.
00:41:27: Dann muss ich eigentlich fühlen, dass es mich wirklich berührt, wenn jemand das toll findet.
00:41:31: Oder mich toll findet, dem was ich gemacht habe!
00:41:33: Und wenn ich da offen bin, dann kann ich das echt mal reinlassen.
00:41:36: Und so eigentlich wollen wir ja das auch für unsere Kinder, oder?
00:41:40: Ja genau.
00:41:40: Wollen ja auch dass die wirklich irgendwie empfangen können und geben können.
00:41:47: Das
00:41:47: wäre jetzt tatsächlich nochmal so ein Bogen, den ich schlagen wollte weil danke dass du da Stichwort reingibst.
00:41:52: also wo ich als Vater sozusagen auch ein Vorbild bin für meine Söhne, für meine Kinder von meinen Töchter indem ich mich berüber zeige Irgendwas Vorspiele von so ist man.
00:42:04: Ohne dass ich das ausspreche, lernt die das ja von mir?
00:42:07: Wie männlich halt denn jetzt nur eigentlich is'.
00:42:09: Aha!
00:42:10: So wie der Papa und wenn ich da mich drüberer mache haben die auch noch was davon evolutionär also gesellschaftsentwicklungsmäßig Dass die nächste generation vielleicht ein bisschen anders damit umgehen kann.
00:42:20: Absolut Also tue ich denen auch nur eingefallen wenn nicht das zulassen Nicht nur für mich sondern ich wollte es jetzt gerade nochmal ein bisschen mehr auf die vision Die Zukunftsvision abstellen.
00:42:29: Ja, du tust nicht nur deinen Kindern einen Gefallen sondern du tuchst der Welten gefallen.
00:42:32: war ich jetzt mal ein bisschen vielleicht pathetisch.
00:42:35: Ja ja weil das aber bringt ja Veränderungsputze wenn wir es mehr machen.
00:42:39: Wenn ich auf horizontal erhebe mir dass mit meinen Kollegen Männern schonmal mehr machen kann und da auch mehr zeige im Kollegenkreis im Freundeskreis in den Freundschaftskreis im whatever mein Klienten gegenüber Ich hole auch manchmal mit.
00:42:55: übrigens Wenn mich was total berührt, dann hole ich auch manchmal mit.
00:43:00: Das finde ich nicht schlimm als Therapeut oder als Coach.
00:43:04: Ich kann das gar nicht mehr
00:43:07: wegmachen.
00:43:07: Machst du da nicht den Unterschied zwischen Mit-Gefühl und Mitleid?
00:43:14: Also wenn ich Mitleide mithaue mit dem anderen Leidercher mit, dann leiden beide?
00:43:18: Nein, für mich ist es einfach berührt halt... Okay.
00:43:21: Ich bin dann berührt und dann ... Interessante
00:43:23: Perspektive!
00:43:24: Wenn ich berührt, bin oft oder wegen Trauer natürlich auch aber sonst auch oft wegen Berührtheit und wenn das in klienten Sessions auftaucht ist es so.
00:43:37: Also will sagen, wenn ich mich auch so in die Welt gebe sozusagen, dann trage ich zu einem Veränderungsprozess bei glaube ich Weil das was wir draußen in Anführungszeichen, also in größeren politischen Schlagabtäuschen, Auseinandersetzungen kriegen und so weiter gerade sehen ist ja das Gegenteil davon.
00:44:03: Also es wird sich nicht berührbar gezeigt.
00:44:06: Und das sind auch überwiegend Männer die da Direkteure sind.
00:44:10: und wenn wir dazu beitragen etwas anderes zu zeigen zu etablieren, sage ich jetzt mal.
00:44:20: Dann ist das ... Ist vielleicht ein bisschen hoffnungsvoll gesprochen aber kann das theoretisch die Welt zu einem anderen Ort machen?
00:44:28: Zu dem besseren Ort.
00:44:29: Und praktisch auch!
00:44:30: Ja nicht schlecht.
00:44:31: Zum besseren
00:44:33: Orsch.
00:44:33: Ich könnte das schon als Schlusswort stehen lassen.
00:44:36: Die Männer, die die Welt zum besseren Ord machen wenn ich selbst an meiner Gesundheit arbeite als Mann diene ich der Welt quasi und wenn ich früher anfange Zeichen zu beachten, früher mich traue und mich zu öffnen.
00:44:49: Früher zulaste das sich möglicherweise psychosozial... also mich kümmere nicht nur körperlich Und vielleicht auch früher darauf achte dass es quasi mal in der Sexualität gut geht.
00:45:04: Das Thema haben wir jetzt ja noch gar nicht so besprochen.
00:45:06: was kann ich tun für meine gesunde Sexualität?
00:45:09: Müssen wir jetzt auch gar nicht mehr so aufmachen unbedingt mir gefällt er der Bogen, den wir jetzt schon geschlagen haben.
00:45:16: Weil wir ja auch... Also wir können gerne nochmal eine nächste Folge dazu machen ausschließlich über Gesundheit und Sexualität.
00:45:22: Wir hängen das zusammen.
00:45:23: Das wäre vielleicht noch ne Idee.
00:45:25: Da wär ja gerade auch hier inhaltlich erst beginnen diesen Podcast zu füllen für die Landesverstelle.
00:45:32: Wenn du also gerne wenn du jetzt noch was sagst sagen wirst von dem was du noch nicht gemacht hast dir ganz wichtig wär jetzt noch mit reinzunehmen.
00:45:38: ansonsten würde ich das gerne vielleicht noch mal ein bisschen zusammenfassen, was wir alles besprochen haben und was vielleicht zu den Nuggets sind zum mitnehmen.
00:45:47: Aber ich lasse dir auch gerne nochmal den Raum irgendeinem Pruls reinzugeben der da noch reingehört aus deiner Sicht.
00:45:54: Ich glaube das ist ein Bogen, dass es gerade ganz rund geworden ist und das was du jetzt zuletzt gesagt hast könnte man die einzelnen Stichworte quasi unter dem Label Selbstsorge zusammen fassen.
00:46:07: Anbohlt was ich gerne benutze?
00:46:08: Was das alles umfasst nämlich sich für sich selbst zu sorgen tatsächlich in diesen verschiedenen Bereichen körperlich, psychisch und sexuell.
00:46:18: Als Grundvoraussetzung dafür dass nicht nur ich gesünder werden kann bleiben kann länger leben kann sondern auch es meiner Umgebung besser geht mein Kind an meine Familie meinen Kollegen und der Welt.
00:46:38: Ich glaube das lasse ich jetzt einmal mal so stecken.
00:46:43: Schön.
00:46:44: Danke, dass wir diesen Bogen gemacht haben durch deine Vergangenheit bis heute zum Thema Männergesundtheit.
00:46:56: Danke dafür Stefan!
00:46:58: Danke für diesen tollen mathematischen Auftakt auch zum Thema Männergesundheite.
00:47:02: ich bin mir ziemlich sicher wir werden das noch aus verschiedenen anderen Perspektiven beleuchten weil wir das ja auch gerade in der Landesfachstelle Männerarbeit irgendwie als Thema tragen und deswegen, also danke an dich.
00:47:18: Und für unsere Zuhörenden da draußen vielleicht nochmal der Hinweis an der Stelle ihr kennt das Spiel beim Podcast, ihr aktiviert die Locke, ihr kriegt Informationen wenn neue Folgen erscheinen.
00:47:28: Ihr könnt Kommentare dalassen ein Like da lassen eine Frage wir beantworten alle Fragen Und ansonsten könnt ihr auch direkt mit uns Kontakt aufnehmen, wenn ihr irgendein Thema, eine Empfehlung, ein Netzwerkimpuls, irgendwas braucht.
00:47:44: Die Kontaktwege packen wir auch in die Schonholz und ansonstend bleibt mir nur noch zu sagen danke Stefan!
00:47:51: Vielen Dank dir!
00:47:52: Hat mich Spaß gemacht!
00:47:53: Gerne bis zum nächsten Mal und bis bald ihr Lieben!
00:47:56: Ciao ciao!
00:48:10: Dieser Podcast ist eine Produktion der Landesfachstelle Männerarbeit Der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen und Männerarbeit SachsenEVO und wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Freistaates Sachsen.
Neuer Kommentar