Fortbildung Männerberatung - #13 Modul 10 - Kolloquium und Abschlussfest
Shownotes
Zu Gast Frank Wünsche. Erziehungswissenschaftler und Lehrtherapeut für Systemische Therapie und Beratung. Gründervater, geistiger Vater und Kooperationspartner vom IPG Leipzig. Leitet Modul 1 sowie Modul 10, Kolloquium und Abschlussfest, der Männerberater Fortbildung.
Worum es in Modul 10 geht • Drei Tage zum Abschluss der anderthalb Jahre dauernden Fortbildung, mit Kolloquium, den Themen Abschied, Verlust und Rituale sowie dem gemeinsamen Abschlussfest • Die im ersten Modul gegründeten Lerngruppen von 3 bis 5 Teilnehmenden erarbeiten gemeinsam ein Thema und präsentieren es im Kolloquium • Bewusst keine Prüfungsstresssituation. Es gibt keine Noten und kein Durchfallen, die Gruppe trägt sich gegenseitig • Vielfältige Präsentationsformen mit Bodenankern, Seilen, Figuren, kurzen Rollenspielen und Impulsvorträgen, anschaulich statt starr vorgetragen • Vertiefung der Themen Abschied, Verlust und Rituale, sowohl für die Beendigung einzelner Beratungssitzungen als auch für ganze Beratungsprozesse • Modulreise als gemeinsamer Spaziergang mit Reflexionsstationen, zuletzt durch den Clara Zetkin Park in Leipzig • Von den Teilnehmenden selbst organisiertes Abschlussfest am zweiten Abend, gefolgt von Zertifikatsübergabe und feierlichem Abschluss am dritten Tag • Rückblick auf anderthalb Jahre Entwicklung, von neuen Geschäftsmodellen und beruflichen Neuausrichtungen bis zu vertieften Familienreflexionen und einer veränderten Haltung zu Mann, Frau, Gesellschaft und Geschlecht
Persönliche Haltung von Frank Wünsche Frank beschreibt es als besonderes Privileg, die Teilnehmenden über die gesamte Fortbildung hinweg zu begleiten und ihre Entwicklung von Modul zu Modul mitzuerleben. Sein Leitgedanke fürs Kolloquium: "Wenn ich nicht einschlafe, habt ihr bestanden" soll scherzhaft Druck vermeiden. Für den Start rät er vor allem zu Neugier und Offenheit, damit sich das in den einzelnen Modulen Gelernte von Anfang an mit der eigenen beruflichen oder ehrenamtlichen Praxis verknüpfen lässt.
Hinweis Zur gesamten Fortbildung gibt es ein gedrucktes Handbuch zum Bestellen. Kontakt und Bestellinformationen finden sich hier in den Shownotes bzw. über die untenstehenden Links.
Links Männerberater-Fortbildung Fachstelle Männerarbeit Sachsenmann IPG Leipzig
Dieser Podcast richtet sich an: Beratende, Coaches, psychosoziale Fachkräfte, Therapeut:innen, soziale Träger und alle, die Männer professionell begleiten möchten.
Weitere Infos, offene Fragen oder direkt anmelden? Schaut auf unserer Webseite vorbei: https://www.maennerberater-fortbildung.de
Förderhinweis Dieser Podcast wird finanziert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, ja hallo und herzlich willkommen zum Männerfortbildungs-Podcast heute zu unserem letzten Modell.
00:00:10: Wir haben jetzt schon sechzehn Folgen veröffentlicht.
00:00:12: Heute in der siebzehnten Folge soll es um Module zehn gehen.
00:00:17: das Colloquium und das Abschlussfest Heute wieder bei mir ist Gründervater, Geistigervater und Kooperationspartner vom IPG Leipzig.
00:00:27: Frank Wünsche!
00:00:28: Hallo Frank schön dass du da bist.
00:00:30: Ja hallo ich freu mich.
00:00:33: Ja, wir haben uns jetzt quasi also für mich war das quasi auch eine sehr spannende Entdeckungsreise über diese Module.
00:00:39: Über die die Dozenten kennenzulernen und die Inhalte kennen zu lernen und viele Fragen zu beantworten.
00:00:44: Wir haben mittlerweile auch schon eine interessante Hörerschaft kriegen Schon Rückmeldungen Zu dem was wir da gemacht haben.
00:00:50: Das freut mich sehr Und von daher Freue ich mich, dass wir beide heute noch mal ein bisschen draufschauen können.
00:00:56: Was passiert denn so in Module zehn?
00:00:58: Was heißt denn Colloquium?
00:01:00: Wie ist diese Reise gewesen?
00:01:01: und ich freue mich da darauf von deinen Erfahrungen zu hören und ein bisschen mehr über die Inhalte zu erfahren.
00:01:08: Vielleicht so Frank als Einstiegsfrage... Du gehst ja quasi durch Öffnis dieser Fortbildung gerne mit Module eins.
00:01:16: Sie schließt mit Module zehn ab.
00:01:19: Wie fühlt sich dieser Bogen für dich an von den ersten Schritten bis hin zum Colloquium?
00:01:23: Ihr habt das ja schon ein paar Mal gemacht.
00:01:28: Für mich ist es wunderbar, weil ich die Reise und ganze Stück miterlebe und verfolgen kann, da ich zumeist auch im Institut bin wenn die anderen Kolleginnen mit den Teilnehmenden arbeiten.
00:01:42: Das heißt also ich sehe die Teilnehenden nicht nur dreimal sondern auch zwischendurch immer mal Und so habe ich irgendwie noch mal ein anderes Gefühl und bekomme mit, mit welchen Themen die da sind.
00:01:53: Wie sie sich entwickeln was Sie von neuer Fragen auf einmal haben und das so ein bisschen aus der Entfernung zu begleiten und dann immer wieder reinzutauchen ist eine sehr gute und sehr schöne Erfahrung.
00:02:07: Da ist ja auch eine ziemliche Zeit dazwischen.
00:02:09: diese Fortbildung geht anderthalb Jahre.
00:02:11: Also du begleitest zum Grunde Menschen auch über diesen Zeitraum und erlebst sie, wie Sie vor einem Jahr waren.
00:02:18: Wie Sie vor knapp anderthalb Jahren waren und wie Sie heute sind?
00:02:21: Ich kann mir vorstellen dass da einiges an Entwicklungsschritten passiert.
00:02:26: Ja auf jeden Fall.
00:02:28: also was wir immer wieder bemerken auch die anderen Trainer als besonders in Hinsicht auf Selbstreflexion Selbsterfahrung nochmal genauer hinzuschauen, ist neben dem das natürlich mit Beratungsmethoden und Techniken.
00:02:47: Das passiert fast nebenbei ja aber die... das was wir merken es entstehen andere stimmigere Haltungen zu Themen was Männlichkeit betrifft, die eigene Refinition Und das erlebe ich schon sehr deutlich, dass das also eines der Hauptpunkte ist, dass sie wirklich mit einer anderen Haltung nach diesen anderthalb Jahren auf meinen Frau gesellschaftsschlecht schauen.
00:03:18: Das ist durchaus gut und stark gegeben.
00:03:22: Okay!
00:03:22: Und was genau passiert jetzt im Colloquium?
00:03:25: Wie läuft vielleicht doch die Erarbeitung des Themas des Inhalts ab und wie viel Freiheit haben die Teilnehmern dabei?
00:03:31: Ja... Das Thema Colloquium habe ich schon im ersten Modul angesprochen.
00:03:38: Denn im ersten Module haben sicher auch die Lerngruppen gegründet, das heißt also dass dann drei vier manchmal auch fünf sich in einer Lernkruppe zusammenfinden diese also zwischen den Modulen Kontakt haben Die Inhalte der Module nochmal aufarbeiten.
00:03:57: manchmal gibt es eine kleine Arbeit und ist von Anfang an klar, dass diese Lernkuppen dass also jede Landgruppe quasi ein Colloquium Beitrag leistet.
00:04:10: Das heißt, wir haben gut geguckt, dass wir nicht in irgendwie so eine Prüfungsstress-Situation kommen sondern es soll etwas Gemeinsames kreiert werden.
00:04:22: Die Landgruppen haben sich vorher schon Gedanken gemacht und sie haben dann Zeit auch im letzten Modul daran nochmal zu feilen damit wir dann entweder schon am zweiten Tag, nachmittags oder dritten Tag die Colloquien gestalten.
00:04:39: Und das sieht so aus dass die anderen Teilnehmenden und ich quasi im Rund sitzen und die Landgruppe trägt ihre Sachen vor.
00:04:50: Das sind sie sehr frei!
00:04:51: Also es sollte irgendwas mit der Weiterbildung zu tun haben.
00:04:55: aber ob Sie nochmal ein Thema vertiefen?
00:04:57: Ob Sie einfach noch mal vielleicht auch eine Methode vorstellen.
00:05:02: Das ist also frei in der Gestaltung der Landgruppen.
00:05:06: Okay, das klingt ja so ein bisschen auch diese Lerngruppe wenn man jetzt eine Parallele ziehen würde zum Herr der Ringe da bilden sich Gruppen die so eine Art Gefährten werden miteinander, die diese anderthalb Jahre miteinander gehen, so ein Stück weit des Weges und es ist ein schönes Bild finde ich.
00:05:23: Wie sieht denn diese Präsentation konkret aus?
00:05:27: Also wie kann man sich das vorstellen?
00:05:28: vor wem präsentieren die Teilnehmende?
00:05:30: du hast jetzt schon gesagt sie sitzen da am rund.
00:05:32: Wie sieht die Präsentation aus und was macht eine gelungene Präsension in diesem Rahmen aus?
00:05:41: Zum meisten ist es so, dass sie Anteile haben wo sie etwas darstellen.
00:05:47: Also mit dem was wir alles auch an Methoden-Sache haben Mitbotenankern, Mitzeilen, Mitfiguren Kleidesrollenspielreihen, kurzer Input.
00:05:58: Das heißt also Es geht nicht darum ein Vortrag zu machen, sondern eben auch die Gruppe mit einzubeziehen.
00:06:07: Also mit der Gruppe, Themen nochmal aufzugreifen und zu reflektieren.
00:06:11: also es soll möglichst anschaulich nachvollziehbar sein und in keiner Weise eine Stresssituation kommen.
00:06:21: ich habe mir gesagt wenn ich nicht einschlafe dann habt ihr bestanden.
00:06:25: ja also die müssen schon ein bisschen äcklichen machen.
00:06:28: okay aber wenn ich's richtig verstehe dann ist das jetzt quasi keine sogenannte Einzelpräsentation in Anführungszeichen, sondern eher die Gruppe präsentiert etwas und daraus hervorgehen dann die einzelnen Themen der Teilnehmenden.
00:06:42: Drei, vier, fünf – je nachdem wie viele Teilnehmer.
00:06:44: sehe ich das richtig?
00:06:46: Wir haben ein Thema gemeinsam.
00:06:48: Also die Gruppen, die Landgruppen nimmt sich ein Thema.
00:06:54: Und deshalb präsensieren sie gemeinsam.
00:06:57: Okay, ich muss also nicht jetzt mein Thema präsentieren.
00:07:00: Die anderen unterstützen mich dabei und das mache ich dann drei-viermal je nachdem wie viel Teil immer sondern die nehmen sich ein Thema und er arbeiten gemeinsam.
00:07:08: eine Präsentation, die so ein bisschen verhindern soll dass jemand einschläft, sondern ein bisschen Action macht um das ein bisschen bildhaft sein willst ein bisschen anschaulich zu prässentieren.
00:07:19: Und das ist ja nur trotzdem irgendwie eine Art Prüfungssituation.
00:07:23: zumindest geht es vom Ziel her darum deutlich zu machen, was habe ich gelernt in diesen anderthalb Jahren?
00:07:28: Was hab' ich mitgenommen.
00:07:30: Wie geht der damit um das Ende dieser sehr persönlichen Reise?
00:07:35: ja dann doch irgendwie noch mal eine Bewertung im Raum steht wie schafft ihr das den Stress zu vermeiden?
00:07:41: Also A, indem ich das vorankündige dass ich keine Idee habe hier einer erwachsenen Prüfungssituation zu generieren die irgendwelche aus der Sozialisation hervorgegangenen Stressmomente triggern.
00:07:56: Sondern wir bereiten das vor.
00:07:58: Wir bereiten es schon nochmal mit einer Information vor, dass die also auch noch mal auf den Stand sind wenn ich zum zehnten Modul einlade und... Und es gibt ja keine Noten und es gibt auch keinen Durchgefallen oder irgendwas.
00:08:16: Es geht alles, man kann doch alles richtig versendet.
00:08:20: aber Ich glaube, dann würden die anderen aus der gesamten Gruppe eingreifen über du hast gemeinsam daraus machen und gestalten dass auch das gelingen würde.
00:08:28: Das heißt also gewisse Schwarmintelligenz trägt oder diese Gruppe trägt auch so ein bisschen durch diese... Also wenn ich selbst irgendwie eine Scheu habe oder eine Prüfungsangst mitbringe Dann kann mich die Gruppe auch da ein bisschen mittragen und mir Sicherheit geben.
00:08:44: Genau!
00:08:45: Und wer nicht gerne vor einer Rampensau macht, er macht andere Sachen.
00:08:50: Ja, also auch da ist das so dass sich niemand jetzt in der Situation gegeben muss wo wir etwas unangenehm findet oder will endlich mal wissen wie es denn ist und hat die Chance den geschützten Raum ja sich auch mal anders zu präsentieren.
00:09:08: Also ich kann quasi als Teilnehmer auch in diesen anderthalb Jahren sagen man mal Mut entwickeln als eine eigene Eigenschaft damals mich hinzustellen Vordere zu sein und die anderen sind die wingman jetzt mal.
00:09:21: okay, das klingt spannend Und dass geht.
00:09:26: einen tag hast du gesagt am dritten tag wird gestaltet.
00:09:30: Wie ist es strukturiert?
00:09:31: sonst also die andern tage?
00:09:34: Also was wir machen?
00:09:36: wir beschäftigen uns ja in dem hudul.
00:09:38: auch Das ist nochmal Ein thema Abschied Verlust und Rituale.
00:09:47: Also was kennen wir aus unserer Sozialisation?
00:09:52: und man kann sich ja von allen möglichen verabschieden oder einen Verlust erleiden.
00:09:56: Also da geht es nochmal gut, ein gutes Stück in die Selbsterfahrung rein und wie typisch oder wie unterschiedlich Menschen mit Trauer umgehen, mit Verluste umgehen.
00:10:14: Und hier geht das ja darum, dass wir Menschen dort gut begleiten können.
00:10:19: Ja, und wenn es... Und dann ist das erste Jahr.
00:10:23: Ich muss eine Idee haben wie das bei mir ist.
00:10:27: Also wie erlebe ich Verlust?
00:10:28: Wie verarbeite ich?
00:10:30: Wie traure ich?
00:10:31: Schieber ich alles weg oder ist es ein Jahr lang in der Vollpräsenz?
00:10:37: So was.
00:10:37: Das erarbeiten wir uns am Anfang um den nächsten Schritt zu machen.
00:10:42: Wie können wir in diesen Prozessen gut begleiten?
00:10:46: Also wenn ich es richtig verstehe, so ein bisschen auch drum eine Prozessbeendigung zu gestalten.
00:10:52: Ich habe diesen Menschen begleitet im Beratungsmandat, was weiß ich?
00:10:56: Ein paar Monate begleitete und am Ende geht's ja irgendwie darum wie kriege ich einen guten Abschluss hin und wie kann ich das gegebenenfalls mit dem Ritual unterstützen?
00:11:04: die kann nicht dieses traurig sein weil etwas zu ende geht gut auffangen
00:11:08: oder Das ist das, wenn wir auf den Beratungssetting gucken.
00:11:14: Wir fangen ja klein an.
00:11:15: also wie beende ich eine Sitzung?
00:11:17: Kriege ich das hin oder überziehe ich anderthalb Stunden.
00:11:21: Also dann natürlich Beendigung von Beratungprozessen.
00:11:25: Insgesamt auch nochmal zu würdigen was geschafft worden ist.
00:11:30: Und dann grundsätzlich die Themen.
00:11:32: Wenn Menschen kommen, die das Thema haben Abschied, Trauer und nicht verarbeiten können usw.
00:11:39: Also das hat schon diese unterschiedlichen Dimensionen.
00:11:44: Das finde ich spannend also dass man wenn ich es richtig verstehe Die Einzelsitzung wie sagt man so schön am Ende der Sitzung den Klienten erdet wieder auf dem Boden bringt.
00:11:55: wenn man jetzt sagen wir mal eine emotionale Reise durch die Trauer gemacht hat um mal das thema aufzugreifen wie kriege ich ihn dann am ende wieder auf dem boden dass er nicht sagen wir mal in seiner trauer da rausgeht auf die straße und irgendwie im rumläuft als wird sozusagen noch im thema und ja ok und dann aber auch den großen prozess im blick zu behalten und zu sagen okay werden wir nähern uns jetzt dem ende hin.
00:12:19: wir schauen jetzt mal mehr wie kriegen wir da einen sauberen abschluss hin?
00:12:27: Ist in diesen drei Tagen noch das Abschluss fest, ist das dort mit drin?
00:12:32: Wir haben also noch eine, wir haben tatsächlich noch eine Modulreise.
00:12:37: Das letzte Mal hat noch schönes Wetter und hier in der Nähe ist da Clara Chatskin Park und dann haben wir die Module aufgeteilt und dann sind wir am mehrstündigen Spaziergang gemacht Und haben immer an markanten Punkten angehalten und einen Teilnehmer, Teilnehmerin hat noch was aus diesem Modul erzählt bzw.
00:12:56: aus der Supervision und dann haben wir das nochmal reflektiert.
00:13:00: Das war für die Teilnehmerinnen sehr schön und für mich auch nochmal eine wunderbare So mitgehen weil ich ja Man auftauchte und dann habe ich auch wie ein halbes Jahr vielleicht alle nicht gesehen.
00:13:12: Und dass ich dann auch gehört habe, wie Sie mit meinen Kollegen, was sie dort erarbeitet haben.
00:13:19: Das war nochmal für alle glaube ich eine tolle Geschichte.
00:13:22: Okay so hast du das bisher erlebt?
00:13:24: Und wo an welcher Stelle kommt denn das Abschlussfest rein?
00:13:27: Das Abschluss Fest ist in der Verantwortung von den Teilnehmenden.
00:13:32: Das wissen die ja auch und das ist zumeist sinnvoll also am zweiten Abend Und die organisieren dann, also entweder mal geht Essen oder macht was anderes.
00:13:43: Das ist da bin ich denn nur dabei.
00:13:47: Aha das organisieren die Teilnehmer selbst
00:13:52: und ich mache den Abschluss am dritten Tag nach dem Kolokwien mit Zertifikatsübergabe feierlich usw.
00:13:58: Also das setze ich dann noch mal in endgültigem Abschluss.
00:14:02: Aha okay gibt es etwas was zu sagen kannst?
00:14:07: Also es ist ja kein reiner Abschlusstag, sondern eher als Abschlussfest ausgeschrieben.
00:14:12: Was soll dieser Rahmen für die Gruppe leisten nach diesen neuen intensiven Modulen und den sechs Supervisionen?
00:14:19: Naja... sich selbst feiern!
00:14:22: Ja also das ist ja diese Weiterbildung oder diese Fortbildung ist ja nicht ohne.
00:14:28: Ich komme sehr an meine Themen.
00:14:30: ich muss mich mit zwölf dreizehn Menschen in der Gruppe auseinandersetzen.
00:14:35: Und auch das is ja nicht immer immer leicht.
00:14:40: Und sie müssen sich auch immer wieder an die Trainer neu gewöhnen, weil wir eben so viele Trainer haben.
00:14:47: Das heißt der Kern der Frottbildung ist die Gruppe und dann kommen Träder dazu ja und bieten etwas an und sagen komm' wir können uns das mal anschauen.
00:14:57: Ja?
00:14:59: Das heißt also es wenn eine Gruppe eine gute Coherenz hat, Es trägt sie sich alleine erstmal so.
00:15:11: Die haben zwar Supervisionen um das zu reflektieren, aber das ist und sich da dazu feiern und zu sagen wow anderthalb Jahre und was haben wir draus gemacht?
00:15:21: Manche haben schon Projekte, manche sind schon mitten im Arbeiten in diesen neuen Geschichten und das einfach zu feiern oder andere haben sich bewusst entschieden einen anderen Job anzunehmen um diese Dinge umzusetzen.
00:15:36: Also das wird alles gewürdigt miteinander.
00:15:39: Okay, also dieses Feiern sich selbst mal auf die Schulterklopfen oder eben auch von den Peer Groups teilen immer so auf die Schulta klopfen zu lassen, sich anerkennen zu lassen Wertschätzung vielleicht auch in dem Raum?
00:15:51: Genau!
00:15:51: In diesem Rahmen da ist der Sinn dieses Abschlussfestes.
00:15:56: Was nehmen die Teilnehmenden aus deiner Erfahrung typischerweise mit wenn sie das Colloquium hinter sich haben.
00:16:01: fachlich Persönlich, du hast jetzt ein paar Sachen schon gesagt.
00:16:04: Vielleicht entscheide ich oder erkenne ich will einen anderen Job machen damit dich das besser umsetzen kann.
00:16:09: sehr vielleicht eine fachliche Erkenntnis.
00:16:11: Kannst du zu dem persönlichen Teil noch ein bisschen Beispiele bringen aus dieser Erfahrung?
00:16:18: Also was ich oft gehört habe dass die teilnehmenden tatsächlich noch mal in die eigene familiengeschichte gegangen sind und sich rolle und funktion von vater, großvater, onkel oder Großvater nochmal sehr genau angeschaut haben.
00:16:37: Und dass das oftmals tatsächlich auch in den familien nochmal was angestoßen hat.
00:16:43: Das war nicht immer das leichteste was angstoßen wurde ja aber sie hatten jetzt einfach nochmal einen anderen background um das eben auch angemessen.
00:16:53: also wie Spreche ich mit meiner Familie darüber.
00:16:58: Und wir halten es auch aus, wenn ein Teil der Familie sagt Wir wollen darüber nicht reden.
00:17:05: Das sind die ganz persönlichen Dinge.
00:17:08: und was sich auch sehr bemerkt ist die eigene Rolle als Vater oder Bruder.
00:17:17: Was auch immer in den so vielen Rollen.
00:17:20: und das aber bewusster zu reflektieren, also dass hier ein weißer Zisman mit einer ziemlichen Machtsituation sitzt.
00:17:32: Und das auch zu sagen und damit nicht zu kokettieren, sondern zu sagen ja ich kann etwas allen bringen.
00:17:40: Hier gibt es Anteile die könnten sinnvoll sein für uns alle.
00:17:46: Und sich mit anderen Lebenskonstrukten, mit anderen Ideen Vorstellung auseinanderzusetzen.
00:17:52: Weil wir schreiben ja nicht Tragenwerte nehmen nur die und die Klientinnen sondern es kommt im besten Fall alle zu uns zur Beratung Ja und dann müssen wir aufgestellt sein.
00:18:04: Also ist es immer irgendwie auch eine Mischung aus, ich wachse selber persönlich in meinem, indem ich meinen Familiensystem reflektiere.
00:18:11: In dem ich schaue wie bin ich denn in diesem Rollenkonstrukt und diesen System aufgestellt?
00:18:16: Wie geht's mir da... Dadurch was du gerade sagst, erinnert mich an mein eigenes Thema mit meinem Vater weil du gesagt hast ja wenn die nicht darüber reden wollen.
00:18:25: Ich habe also sehr viel bearbeitet von diesem Vaterthema und musste aber erleben Also bis heute, mein Vater nicht spricht mit mir gar nicht.
00:18:34: Also null und dann ich quasi herausgefordert war und teilweise auch bin diese Arbeit mit mir selbst zu leisten.
00:18:44: Und selbst zu einem guten State of Being zu kommen in mir mit diesem Thema ja?
00:18:51: Ja!
00:18:52: Das höre ich da so ein bisschen raus kann also auch Teil sein...
00:18:55: ...und das eben auch gut zu begleiten.
00:18:57: Also du hast die persönliche Erfahrung gemacht, ja?
00:19:01: Und wenn man dann jemanden noch dabei hat an der Seite oder gegenüber wie auch immer mehr.
00:19:07: Dann kann das Dorsch aus wertvoll und stützen sein.
00:19:11: Okay!
00:19:12: Das klingt super vielleicht.
00:19:16: was gibt's also?
00:19:17: ich will nochmal ein bisschen offen rein fragen.
00:19:19: Was hast Du erlebt in diesen Festen?
00:19:21: Hast du noch ein, zwei Beispiele wo Teilnehmer etwas reflektiert haben über diese anderthalb Jahre?
00:19:27: Wir haben jetzt auch schon mit Alunis gesprochen also mit Teilnehmern Stimmen die kann man quasi in einer anderen Folge sich anhören.
00:19:35: Aber hast Du vielleicht nochmal aus Deiner Sicht ein, Zwei Beispiele was Aluni?
00:19:39: wir haben es in Folge fünfzehn Aluni im Gespräch aber vielleicht nochmal von Dir aus Deiner Sicht so Beispielle was Menschen mitgenommen haben nach anderthalt Jahren.
00:19:51: Ein Teilnehmer hat sein Geschäftsmodell erweitert und er hat vorher schon viel für Männerarbeit gemacht, aber eher so ein ehrenamtlichen Kontext.
00:20:04: Er hat zum Beispiel einen Projekt entwickelt oder wir haben das zum Teil auch gemeinsam entwickelt Alltagsbegleiter Bekleidung von Männer für Männer also wo es ganz bewusst ist im Also in der Bekleidung im Alter und ich habe jetzt gerade keinen aktuellen Kontakt, aber er war dabei so etwas aufzubauen.
00:20:30: Das ist das eine.
00:20:32: Das andere ist dass es eine bewusste Entscheidung gab eines Teilnehmers in einer der Männer-Schutzwohnungen als Mitarbeiter einzutreten.
00:20:48: und dort zu arbeiten, miteinander zu arbeiten.
00:20:51: Das sind also schon sehr konkrete Dinge auf dem beruflichen Kontext.
00:20:58: Andere haben sich entschieden Konzepte zu entwickeln zum Beispiel einfach Männer verschiedenster Kolör einzuladen die man vielleicht irgendwo erkennt Aber eben nicht in klassischen Sinne, sondern sich tatsächlich um das Lagerfeuer zu setzen und ein Thema zu besprechen.
00:21:25: Ein Teilnehmer hat mir erzählt, er hat es gemacht mit zehn Männern und hat das Thema Zeit reingebracht also ganz allgemein und dann entstand dort eine wunderschöne Gesprächsatmosphäre über die Zeit.
00:21:39: Das ist ja alles so nichts.
00:21:42: Und die Rückmeldung hatte jetzt glaube ich schon das dritte Mal gemacht mit den Themen, da musste die Gruppe sofort begrenzen weil ganz viele dazustosen wollten.
00:21:53: Also wo auch der Erfahrung schon während der beiden Fortbildungen gemacht sind was für ein Bedarf da ist sich auszutauschen und auf einer anderen Ebene raus zu tauschen.
00:22:11: Der Bedarf scheint ja riesig zu sein.
00:22:14: Ja, und ich finde das so wertvoll!
00:22:17: Ich habe auch jeden Mittwoch meine Truppe wo wir fünf Jungs sind.
00:22:21: Wir kommen aus komplett verschiedenen Ecken also vom fachlichen her.
00:22:28: Ich bin der einzige da irgendwo was mit soziales macht und es interessiert uns auch keinen.
00:22:34: Und dort haben wir unsere Themen und deshalb haben wir seit über fünfzehn Jahren Und das ist etwas, was für mich so wertvoll ist.
00:22:43: Also schaue ich auch in anderen Männern
00:22:49: der
00:22:49: reiche Lebenssituationen zu denen ich keinen Zugang sonst habe und wir stützen uns auch mehr.
00:22:58: Das ist wirklich ein intensives Netzwerk zum Teil auch freundschaftlich aber wenn es irgendwo was gibt wo wir unterstützen, dann unterstützen wir uns auch.
00:23:11: Und solche Erlebnisse zu kreieren.
00:23:16: das ist etwas was ich sehr wundervoll finde und dass der Teilnehmer das schon so proaktiv gemacht hat es war fand ich toll weil das konnte er wiederum in die Gruppe tragen.
00:23:27: Danke für diesen Einblick tolle Beispiele.
00:23:30: Wir wollten ja oder wollen mit dieser Folge nochmal dieses Modulzehen Ein bisschen genauer erläutern, ein bisschen Einblick gegeben und ich glaube das ist schon ganz gut gelungen in diesem knackigen Format hier.
00:23:41: Ich habe aber noch eine abschließende Frage.
00:23:45: Was würdest du jemandem raten der jetzt startet?
00:23:49: Jetzt im September möglicherweise geht ja die nächste Runde los, Modul eins starte im Hinblick darauf wie das Ganze in Modul zehn münden wird.
00:23:59: also was würde es dir jemanden raten vielleicht schon für den Anfang mitzunehmen?
00:24:07: Also Neugier wäre sehr sinnvoll.
00:24:10: Ja, also ich bin ja selbst neugierig auf die anderen Module an denen ich leider nicht teilnehmen kann.
00:24:19: Weil ich denke wow wenn Professor Fosk kommt oder wenn die Jungs Beziehungsarbeit machen und so weiter.
00:24:26: das sind solche Themen.
00:24:28: Es wird also neugirisch offen sein und von Anfang an schon zu Schauen, kann ich von dem was sich heute hier in diesen drei Tagen mehr wir uns angeguckt haben.
00:24:42: Kann nicht das irgendwie will ich das irgendwie?
00:24:44: In meinem beruflichen oder in meinen ehrenamtlichen Kontext dort vor Orten verknüpfen.
00:24:49: ja also dass das schon etwas gesichert ist wo es sich dann von Modul zu Modul etwas aufbaut.
00:24:58: und wir bauen ja auch Schritt für Schritt dass ich danach nach diesen zehn Modulen so gut gefüllt bin mit Ideen, Methoden.
00:25:11: Mit Settings.
00:25:12: was ich machen kann ja dass sich da schon lange angefangen habe und nicht erst nach dem zehnt Modul anfahren vielleicht so
00:25:22: Ja wunderbar.
00:25:23: also ich fahre sie nochmal kurz zusammen das wir besprochen haben Vielleicht auch noch mal als Gelegenheit, wenn du noch was ergänzen willst.
00:25:30: Wir haben also drüber gesprochen wie die Tage gestaltet sind dieses Feilen an Themen da nochmal drin ist dass man als Lerngruppe vorträgt mit seinen Gefährten eine Gruppenpräsentation macht, die anschaulich ist.
00:25:43: Man kann sich entwickeln zum Beispiel mit Mut nach vorne zu gehen oder eben sich tragen zu lassen von der Gruppe.
00:25:48: wir hatten das Thema Abschied Verluste Ritualen oder Trauerprozessbeendigung sowohl in der einste Session als auch im Gesamtprozess.
00:25:57: Oder das Thema Trauer allgemein zu bearbeiten, wie kriege ich das dann wieder gut auf die Erde?
00:26:02: Du hast das Beispiel gebracht mit dem Spaziergang im Zettgenpark in Leipzig als eine Art Reise, die Stationen alle noch mal anzuschauen und mal innezuhalten sagen was war hier, was war da... Dann ging es um diese Kohärenz in der Gruppe, um das Feiern Schulterklopfer für mich persönlich oder auch in der Gruppe zu sagen, hey das haben wir gut hingekriegt.
00:26:24: Wir haben darüber gesprochen die Rollenreflexion in Familie als das was ich mitnehmen kann nach diesem langen Weg.
00:26:30: Wir hatten erkannt dass der Bedarf oder nochmal bestätigt ist und viel Raum bietet fürative Ideen Entwicklung neuer Geschäftsmodelle Erkenntnisse von persönlichen familiären Themen die da sind und Unterstützung aus dem Netzwerk zu erfahren, sich gegenseitig zu begleiten, sich gegenseitig zureffektieren.
00:26:49: Und jetzt zum Schluss hast du noch mal gesagt als Tipp, als Hinweis für die, die jetzt neu starten im September mit uns eine gewisse Neugier mitzubringen auf das was da mich erwartet, eine gewiss Offenheit vielleicht auch eine gewisser Leichtigkeit mitzubringe und ne Fragehaltung, die da fragt wie kann ich das Gelernte verknüpfen?
00:27:08: Vielleicht persönlich Wie kann ich es geschäftlich verknüpfen?
00:27:12: Das ist das, was ich jetzt so gehört habe.
00:27:14: Was willst du noch ergänzen?
00:27:15: abschließend?
00:27:18: Ich glaube, dass wunderbar auch einen Punkt gebracht hat!
00:27:23: Ja okay Frank, dann bleibt mir jetzt erstmal nur Danke zu sagen.
00:27:27: Danke, dass sich diesen Podcast mit dir und mit euch machen konnte weil für mich war es also eine sehr oder ist das eine sehr spannende Reise eine die meine Neugier so ein bisschen bedient hat, weil ich ja quasi auch mit so einer Haltung da reingegangen bin.
00:27:41: Vielen Dank für diese Reise.
00:27:44: Kann also an der Stelle nochmal an unsere Zuhörenden sagen, wenn ihr das schriftlich haben wollt.
00:27:50: Wir haben ein Handbuch dazu entwickelt.
00:27:52: Das kann man bei uns bestellen.
00:27:53: Das kriegt man zugeschickt.
00:27:54: Das kostet nix und wenn ihr Fragen habt bitte lasst uns eure Fragen zukommen.
00:28:01: wir stellen auch die Verbindung her beziehungsweise findet ihr in den Schonurts auch die Kontaktangebote zu den einzelnen Dozenten.
00:28:09: Wenn ihr noch Fragen habt Ihr könnt euch direkt an uns wenden.
00:28:14: Und ja, in diesem Sinne bleibt mir jetzt sozusagen abschließend für dieses Männerberatungs-Fortbildungsreise sag ich mal wirklich nur euch einzuladen und zu sagen hey wir freuen uns auf euch wenn ihr mit uns diese Reise gehen wollt.
00:28:33: Wir unterstützen euch bei allem was ihr da so mitbringt und ich glaube es war hörbar.
00:28:39: also zumindest für mich war es hörbar dass da sehr viel fachliche Kompetenz ist, menschliche Kompatenz, Erfahrungswerte und Bereitschaft zum gegenseitigen unterstützen.
00:28:53: Frank, danke!
00:28:55: Und ich denke wir sehen und hören uns wieder vielleicht auch in einem unserer anderen Podcasts die wir als Männerarbeit Sachsen machen.
00:29:04: Danke für die Einblicke Frank, Danke an euch da draußen und in diesem Sinne bis ganz bald macht's
00:29:12: gut!
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