Fortbildung Männerberatung - #10 Modul 7 - Familie und Vaterschaft
Shownotes
Zu Gast Carsten Vonnoh. Gründer der Vaterherz Akademie, systemischer Familien und Paarberater (DGSF), Keynote Speaker und Autor. Studierte Politikwissenschaft und Psychologie an der Universität Heidelberg. Veröffentlichte 2021 im Beltz Verlag das Buch Up to Dad, Kinder entspannt begleiten und den eigenen Weg gehen. Vater von zwei Kindern.
Worum es in Modul 7 geht • Zweieinhalb Tage im Herbst, eingebettet in eine spätere Phase der Fortbildung, aufbauend auf den systemischen Grundlagenmodulen • Kein festes Curriculum. Carsten arbeitet intuitiv und körperorientiert, orientiert an dem, was in der jeweiligen Gruppe gerade präsent ist • Zentrales Thema: die eigene Vatererfahrung reflektieren und erkennen, wie stark sie das eigene Handeln als Berater, Vater oder Mann prägt • Unterscheidung zwischen reaktivem Alltagsvatersein und bewusster Vaterschaft, bei der echte Verantwortung für die eigene Entwicklung übernommen wird • Starker Fokus auf Körperwahrnehmung. Wut, Trauer oder Scham bekommen im Modul bewusst Raum • Ziel: die emotionale Komplexität männlicher Fürsorge verstehen und eigene Muster erkennen, ohne in Bewertung zu gehen
Für wen ist das Modul geeignet? • Für alle, die ihre eigene Vater oder Muttererfahrung reflektieren wollen, unabhängig vom eigenen Geschlecht • Ausdrücklich auch für weibliche Fachkräfte. Sie gewinnen dadurch einen erweiterten Blick auf Männer und Väter und mehr Empathie im Kontakt mit ihnen • Weniger geeignet für alle, die überzeugt sind, das Thema bereits vollständig durchdrungen zu haben
Persönlicher Hintergrund Carsten beschreibt offen, wie er nach der Geburt seiner Tochter zunächst in eigenen Mustern gescheitert ist. Eine zehntägige Männerreise in die slowakischen Berge mit der Beziehungswerkstatt Jena markierte einen Wendepunkt. Über eine anschließende systemische Ausbildung entstand daraus seine heutige Arbeit mit Vätern.
Aktuelles Buchprojekt Carsten arbeitet an einem neuen Ratgeber mit dem Titel Radikal Vater sein, der im Herbst erscheinen soll, diesmal bei einem Schweizer Verlag gemeinsam mit dem Vahlen Verlag.
Hinweis Zur gesamten Fortbildung gibt es ein gedrucktes Handbuch zum Bestellen. Kontakt und Bestellinformationen finden sich hier in den Shownotes bzw. über die untenstehenden Links.
Links Männerberater-Fortbildung Fachstelle Männerarbeit Sachsenmann
Dieser Podcast richtet sich an: Beratende, Coaches, psychosoziale Fachkräfte, Therapeut:innen, soziale Träger und alle, die Männer professionell begleiten möchten.
Weitere Infos, offene Fragen oder direkt anmelden? Schaut auf unserer Webseite vorbei: https://www.maennerberater-fortbildung.de
Förderhinweis Dieser Podcast wird finanziert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe Männerfortbildung der Landesfassstelle Männerarbeit in Sachsen.
00:00:11: Der LAG, Landesarbeitsgemeinschaft heute im Modul sieben soll es um das Thema Familie und Vaterschaft gehen Und dazu freue ich mich, dass Carsten Forno da ist.
00:00:23: Wir Zeit haben über das Modul zu sprechen und einen neuen Dozenten kennenlernen darf und ein bisschen mehr erfahren darf über das was bisher schon gelaufen ist und was zukünftig eventuell laufen wird.
00:00:33: Hi, Carsten!
00:00:34: Bist
00:00:35: du sicher gerade auch schön, dass du die Insta-TV umgesetzt hast und nicht dasein sein kannst?
00:00:40: Ja wunderbar!
00:00:42: Du bist, um dich vielleicht unseren zuhörenden Personen etwas näherzubringen Du bist ein erfolgreicher Unternehmer, der Vaterherz Akademie gegründet hat.
00:00:53: Der in Buch geschrieben hat, im Bels Verlag veröffentlicht über Vaterschaft im Grunde.
00:00:59: Also Up to that fand ich einen super Titel.
00:01:03: Du bist selbst Vater von zwei Kindern und also ich könnte das jetzt noch ein bisschen länger machen.
00:01:08: du hast Politikwissenschaften und Psychologie an der Uni Heidelberg mit einem Master abgeschlossen.
00:01:15: Habe ich das richtig?
00:01:17: Systemisch haben.
00:01:17: Ihren Brater und der deutschen Familienstiftung für Familientherapie oder deutschen Stiftungen für Familientehapien, oder Gesellschaft?
00:01:25: Gesellschaft ja aber...
00:01:27: Ja jedenfalls gibt es eine riesenlange Liste!
00:01:30: Und was vielleicht als Einstieg über deine Person?
00:01:36: mal so ne Frage ein bisschen provokant?
00:01:38: Was hat dich zum Experten gemacht für Vaterschaft?
00:01:43: Vatersein?
00:01:44: Abschlüsse?
00:01:44: Krisen?
00:01:48: Ich glaube, ich weiß nicht ob man da je wirklich Experte ist.
00:01:51: Weil ich immer wieder rein klatsche in Themen die ich nicht auf dem Schirm hatte, meine eigenen Dide von anderen.
00:01:58: Wenn ich mich als Experte bezeichne an jemanden der ständig dazu lernt und wenn ich diese Haltung haltwegs verinnerlicht habe was mir auch nicht immer gelingt dann würde ich sagen oft genug, wo die Wand geklatscht in meinen persönlichen Erfahrungen als Vater.
00:02:11: In meiner ersten Zeit, wo ich nicht gemerkt habe was gute Selbstregulierung ist, was gutes Selbstfürsorge ist und was gutes Miteinander in der Elternschaft bedeutet.
00:02:23: Was selbstständig und trotzdem zu gleichen Teilen, älteren Teil seien bedeutete und all die Themen, die da so aufgekommen sind Ich bin halt erstmal in allen gescheitert, sowohl meiner Beziehung als meinem Vater sein.
00:02:37: Also quasi mit der Mutter und meine Kinder.
00:02:39: Und habe realisiert das geht so nicht weiter.
00:02:42: So will ich nicht mit meinen Kindern umgehen, so will ich keine Beziehungen führen.
00:02:45: Und ich war damals ziemlich orientierungslos obwohl ich eigentlich viel gelesen hatte.
00:02:49: Das Gefühl hatte ich bin da eigentlich ganz gut informiert und wir haben viele besondere Dinge gemacht auch was unsere Kinder anging.
00:02:57: Und dennoch hatte ich viele blinde Flecken, die ich glaube ich erst viele Jahre später gelernt habe.
00:03:01: Bis hin zur Trennung, die wir dann recht schön gestaltet haben.
00:03:04: Danach hab' ich in einem Trennungsgespräch den Anbieter hier in Thüringen kennengelernt Die Beziehungswerkstatt, je nah die, wie gesagt, wir fahren einfach mal zehn Tage in die Slowakei mit in den slowakischen Bergen.
00:03:20: Was nicht, zehn Männer waren das damals und für mich war es erst einmal irgendwie mit Männern quasi isoliert zu sein, klischeefrei ohne Alkohol und allem und zu sehen.
00:03:26: okay so geht das auch, so gehen die miteinander um, so kann auch ich mit mir und mit den anderen Männern umgehen.
00:03:32: also im professionellen Setting und zwar fantastisch und wie ich manchmal so relativ radikale Entscheidungen stelle Wollte ich das dann auch und habe dann systemische Ausbildungen angefangen in dieser Beziehungswerkstatt.
00:03:44: Und hab dann gemerkt, okay mir da so mit den Väter sozusagen einen Shoes gefallen weil ich in allem meinem Scheitern doch eine ganz gute Lernkurve hatte und ein paar kleine Schritte weiter war und die Erfahrung konnte ich weitergeben.
00:03:55: durch die vielen Männern die ich begleiten konnte in der Zeit dann doch einiges gelernt was heute ja was ich heute eher an Vorträge oder so RAM RAM wie wir unsere unsere Fortbildung reinbringen.
00:04:06: Ob ich da wirklich Experte bin dass Das wird sich zeigen, weil ich das auch immer wieder ein Stück weit überprüfe.
00:04:13: Ich glaube es ist wichtig für uns Fachkräfte zu gucken, wo stehe ich eigentlich?
00:04:17: Wo ist meine eigene Männer-Fahrer-Geschichte hinterlich in meiner Arbeit und dann nicht präge oder selbstgefällig zu werden was das angeht.
00:04:26: Weil wir genügend eigene Verwundung haben die eine echt große Macht haben.
00:04:32: In unserer persönlichen Beziehungen aber auch in der Arbeit ja
00:04:35: Du sprichst von hinterlich, also einer gewissen Reflexionsbereitschaft, Reflexionseigenschaft.
00:04:41: Die es braucht um sagen wir mal so wie ich das jetzt verstehe oder welche Hinterfrage ist das?
00:04:45: Verstehe ich das richtig?
00:04:47: Dies braucht irgendwie ein guter Mann, ein gutter Vater sein zu können.
00:04:54: Du hast den Bogen über die Expertise geschlagen.
00:04:55: soweit wollte ich jetzt noch gar nicht gehen ne Also in meinem Verständnis.
00:04:58: aber die Frage Ist diese Reflexionen Bereitschaft Würdest du dir als eine wesentliche Eigenschaft bezeichnen?
00:05:07: Ja, und wenn du mich so fragst, hätte ich mir sofort ausgestellt diese Reflektionsfähigkeit in der Zeit wo ich überhaupt nicht ums Schirm hatte.
00:05:14: Worum ich eigentlich hätte reflektieren müssen.
00:05:17: Damals her, du hast von gesagt damals... Ich
00:05:19: glaube acht, neun, zehn Jahre, also meine Tochter ist jetzt elf Jahre her.
00:05:26: Ich glaube, ich hätte mir die Reflektionsfähigkeit zugeschrieben und gleichzeitig hatte aber so viele blinde Flecken, die ich nicht reflektieren konnte.
00:05:33: Weil ich keine Ahnung habe das existieren, dass sie so viel massiven Einfluss auf meinen Verhalten, auf meine Muster, auf unsere Mitteinander hatten.
00:05:39: So gesehen weiß ich ist es eine wichtige Bedingung?
00:05:41: Aber es muss im richtigen Feld sein!
00:05:43: Und ich muss den Mut haben, mir möglicherweise auch Dinge anzuschauen, die unangenehm sind mit meiner Geschichte, aber auch meinem eigenen Verhalt zu tun haben.
00:05:51: Ja, also wenn ich es richtig verstehe und da vielleicht komme später noch mal darauf zurück.
00:05:54: Wenn es um die Frage geht für wen ist denn dieses Modul geeignet diese Ausbildung?
00:05:58: Also die Fortbildung Für wen ist die geeignete?
00:06:01: Wenn's um das Thema Selbstreflektion geht und blind beflecken weil Ich jetzt eben auch so verstehe dass wir zwar gerne glauben Und ich versuche jetzt superfasieren was du gesagt hast und weil ich mich selbst auch ein Stück weit wieder finde Wir glauben gerne wir sind super reflektiert und haben doch ein Haufen blinde Flecken, wo die Selbstreflexion eben endet oder eben erweitert werden kann durch bestimmte Impulse.
00:06:25: Und dafür könnte ja dieses Modul diese Arbeit mit dir gut geeignet sein.
00:06:29: Sehe ich das richtig?
00:06:32: Doch auf jeden Fall!
00:06:33: Ich glaube dass ist das was ich am liebsten mache auch diese genau diese blinden Flecken aufzudecken immer wieder auch in diesen Modulen zu merken.
00:06:38: oh das sind ja auch Bereiche bei mir, die ich noch nicht so ganz auf dem Schirm hatte.
00:06:41: also ich lerne da viel dazu und immer wenn Männer- oder Fachkräfte zusammenkommt kommen in so einer großen runde gibt zu viele wunderbaren kontakte so viel reibungspunkte auch die dann, die gerade mit dem vater themen gerade mit den verantwortlichkeiten der familie sehr sehr schnell sehr persönlich werden aber die eine enorme macht haben auch fachlich irgendwie zu wachsen und ich glaube das ist die qualität da drin.
00:07:04: Ich habe keinen striktes, strenges Korrikel um sozusagen für meinen Modul.
00:07:09: Wo es darum geht jetzt alle Informationen zu vermitteln die im Familienkontext wichtig sind sondern Es geht oft eher darum immer wieder Impulse zu bekommen zu gucken wo stehe ich eigentlich bei diesen Themen?
00:07:19: Gebst du vielleicht uns erst nochmal so einen Rahmen?
00:07:22: wie lang läuft das Modul?
00:07:23: Wie muss ich mir das vorstellen?
00:07:24: wie ist das eingebettet in diese Struktur?
00:07:26: wie lange geht das was das Herzstück?
00:07:28: kann man das auf dem Satz formulieren?
00:07:32: Wir haben das mittlerweile eingebettet im Herbst nächsten Jahres, so als zu sagen da gibt es schon eine systemische Vorbildung im Laufe der Module davor.
00:07:40: Wir haben zweieinhalb Tage glaube ich wo wir wirklich intensiv in unsere eigene Vatererfahrungen zur Familiendynamik einsteigen und durch unsere eigene Selbstreflektion sozusagen eine fachliche Qualität gewinnen.
00:07:51: Und da bin ich sehr... Da arbeite ich eher intuitiv auch körperorientiert.
00:07:55: Ich nehme das was ich sozusagen in der Gruppenzusammensetzung habe Ja, arbeitet dann ein Stück weit mit.
00:08:03: Das heißt es wird immer wieder anders und spannend glaube ich.
00:08:10: Ich bin Fachkraft, arbeite schon sagen wir mal mit Männern aber Vaterschaft ist nicht mein Hauptthema.
00:08:18: Warum sollte ich möglicherweise dieses Modul... warum soll ich mich dafür trotzdem interessieren?
00:08:27: Zutiefst geprägt sind durch unsere Vater, durch unsere Eltern Erfahrung.
00:08:29: Wir können das nicht wegreden.
00:08:30: sozusagen jeder Fachkraft weiß das im Grunde aber wir sind selten da wirklich eingestiegen.
00:08:35: die meisten haben vielleicht noch ihre Mutterbeziehung auf dem Schirm.
00:08:38: auch dass für Thema sein Aber allein egal in welcher Position unser eigener Vater war.
00:08:44: Aber da war Emotionalpräsenten oder diese typische Abwesende gewaltvoll übergriffig, aber auch gleichzeitig liebevoll dar.
00:08:53: Das sind Dinge die unheimlichen Einfluss darauf haben wie wir mehr noch überhaupt sehen können welches Spektrum, welche Repertoire wir ihnen zuschreiben in unserer Arbeit.
00:09:01: und es ist oft viel Schmerz, viel Sehnsucht, viel Bedürftigkeit möglicherweise, die nicht erfüllte Wurde, das kann ich aus Therapeuture sich hier mit reinwerfen.
00:09:12: muss ich nicht jahrelang Therapie haben, um das alles zu verarbeiten.
00:09:15: Sondern Sensibilität!
00:09:16: Wie mächtig dieses Thema bei mir ist?
00:09:18: Und ich glaube dass das ein Riesenunterschied macht in der Ansprache der Männer egal welchen Kontext ich denen begegne weil so viel unbewusster mitschwingt.
00:09:27: meine eigene Jungserfahrung ist dramatisch einflussreich was sich meinem ganzen Leben nachfolge.
00:09:34: Wonach ich renne, wonach ich mich wie gesagt sehne welche Bindungserfahrungen ich möglicherweise nicht gemacht habe Und dafür ein Gefühl zu haben hilft, glaube ich.
00:09:42: immens mit Männern zu arbeiten.
00:09:44: Und ich glaube auch, wenn ich noch ... Wenn ich mit Väter arbeiten will in Zukunft mehr dann ist das ein wunderbares Fenster weil Väter eben die aktive Väter sein wollen In der Stelle nicht weglaufen können sozusagen vor ihrem Dämonen, wenn man so will ihren Themen.
00:09:56: Das heißt wenn die Väter seien wollen stehen sie da in all dem und müssen sich mit denen konfrontieren.
00:10:00: das heißt es eigentlich ein sehr dankbares Feld da Männer abzuholen in dieser Lebensphase Weil da dieses diese Offenheit ist.
00:10:06: okay Ich will gut bei meinen Kindern sein.
00:10:08: ich will gut in diese älteren Rolle reinwachsen.
00:10:12: Vielleicht ist das der Punkt, wo ich mir auch mal Unterstützung wurde.
00:10:14: Wo ich mich selbst zugestehe, dass ich noch was lernen darf kann und deswegen halte ich das für sehr wichtig.
00:10:20: Ich habe vielleicht einen provokanten Gedanken, weil du sagst gerade, ich will bei meinen Kindern sein... Ich will als Vater irgendwie gut bei meinen Kindern sein.
00:10:28: Die Idee ist normal, dass sich bei meinen kindern sein will.
00:10:32: Normaler Vater sein.
00:10:33: und du schreibst von bewusster Vaterschaft Verstehst du?
00:10:36: Was ich fragen will grad so ein bisschen diesen was ist der Unterschied zwischen normalem vater sein und bewusster vaterschaft?
00:10:42: Ich weiß gar nicht, ob es so ein normales Vater sein gibt.
00:10:45: Ein normales Vater sein würde ich jetzt beschreiben mit... ...ich hoppel die ganze Zeit hinterher was alle möglichen von Leuten von mir verlangen.
00:10:51: Ich mache das was irgendwie gerade so mit meinem Stresslevel möglich ist.
00:10:54: Ich habe keine Ahnung wo wie's mir eigentlich geht und wie ich gut in Kontakt mit meinen Kindern sein will.
00:10:59: Ich mach das was mir meine Partnerin vielleicht immer mal wieder hinwirft für irgendwelche Tulu-Listen aus, die damit zu tun gehören, zur Zusammenhängung Ich organisiere toll, kümmere mich um alles was mir aufgetragen wird.
00:11:11: Aber es fühle mich etwas anderes als wirklich Verantwortung für diese Rolle zu übernehmen.
00:11:15: Für meine eigene Entwicklung daran.
00:11:16: Für meinen Verständnis der Kinder und meine eigene Weiterbildung in diesem Bereich.
00:11:20: Wir Männer sind immer so wahnsinnig toll in unseren fachlichen Beruflichen Geschichten unterwegs und sind dann völlig überrascht wenn wir in unserem wichtigsten Arbeitsfeldern sozusagen unterbelichtet sind.
00:11:31: um das mal ein bisschen drastisch zu sagen Männer lesen viel weniger Ratgeber.
00:11:35: Das sage ich als jemand, der gerade zu seinem Nächsten schreibt.
00:11:38: Wir hören viel weniger Podcasts und sind in dieser Auseinandersetzung mit so wesentlichen Themen noch nicht gut dabei.
00:11:44: Die Erfahrungen haben wir auch schon gemacht, dass wir, als wir gestartet haben mit einem anderen Podcast da erst mal... also der sich an Männer richtet, an Männer adressiert, erstmal nur weibliche Zuhörerschaft hatten und Rückmeldung auch sehr positiv Rückmellung bekommen die gesagt haben ja alles super macht mehr davon usw.. Und dann eben die Stimmen kamen, ich empfehle es mal meinen Mann und das tatsächlich irgendwie so eine Dynamik ist zu geben scheint wie du auch sagst.
00:12:10: Das Männer da ein bisschen langsamer sind später oder weniger interessiert scheinbar oder weniger offen was?
00:12:18: wenn sie sich dann aber doch einlassen und sage ich mache jetzt diese Fortbildung Ich habe mich interessiert ich hab mich vor informiert und so weiter.
00:12:25: ich mach die fortbildung.
00:12:27: Was überrascht Teilnehmende an deinem Modul vielleicht am häufigsten?
00:12:31: Kann man das besagen oder formulieren, was haben Sie vorher nicht so gesehen, was sie dann nachher so sehen.
00:12:40: Ich glaube mit dieser Radikalität in denen ich mit manchen Themen einsteige eine Ehrlichkeit die ich mir selber vor acht Jahren nicht zugetraut hätte, Konfrontation auch immer recht wohl wollen versuche ich das immer noch sozusagen.
00:12:51: das wird glaube ich dass es hat einige ganz gut abgeholt wenn ich in den letzten Jahrgang nachdenke.
00:12:58: Überraschend wird es sein, dass sie sehr stark auf die Körperwarnemung geht.
00:13:01: Dass das was uns berührt und verletzt, was uns wütend traurig beschämt macht in diesem Setting, das wir haben im Platz.
00:13:08: Und ich versuche als Anlass zu nehmen auf diese Themen einzusteigen und das Verhalten, was dort passiert.
00:13:14: Es ist ein sehr emotionales Modul gewesen auch für mich und das fand ich sehr eindrücklich.
00:13:23: wenn dort Männer mit ihrer eigenen Männergeschichte sozusagen berührt werden in diesem Rahmen von Familie.
00:13:30: Ja,
00:13:31: das heißt also ich muss und das ist vielleicht auch so eine systemische Frage die ich daran habe jetzt bei den anderen Modulen die wir schon produziert aufgenommen haben, die ich quasi schon kennengelernt habe.
00:13:42: Ich stelle mich durch Ausbildung... Und ich hab' das auch selbst so erlebt.. ...ich stelle nicht eigenen Themen!
00:13:47: Also ich arbeite sozusagen an eigenen Themen bin dadurch, sagen wir mal geklient aufgeräumt wie auch immer meine Hausaufgaben gemacht für das Thema andere Berater zu unterstützen in ihrem thema vaterschaft.
00:14:00: und jetzt kommt eine provokante frage wenn ich maurer werden will baue ich ja mir auch nicht ein eigenes haus.
00:14:08: also verstehst du was ich meine wenn ich muss sich denn über die eigene erfahrung ist es der eigentzige weg oder warum wird das so häufig gewählt dass diese eigene thematik oder ist es quasi Einfach hilfreich, weil es dann aus dem Weg geräumt ist.
00:14:23: Als möglicher Hindernis, als mögliches Hinderniss.
00:14:28: Ja wie Männer tendieren ja so das möglichst rational alles auf einer Sache eben, auf eine lösungsorientierten Ebene zu sehen und merken aber oh dummerweise im Beziehungskontext funktioniert das alles nicht so gut?
00:14:37: Das heißt ich würde schon sagen dass wir in Erfahrungsebene brauchen bezügt dazu was unterhalb des Haltes sozusagen passiert und ich glaube gute Begleitung, gute Beratungen kann nur passieren wenn ich wirklich eine Erfahrungsgrundlage dafür habe.
00:14:51: Ist es schön, dass wir in unserer Ausbildung, unsere Fortbildung das ganze so ein Foto grundsätzlich.
00:14:55: Ich glaube daran führt nichts dran vorbei.
00:14:57: und die Qualität was... Die beraterische Qualität, die ich am Ende habe ist etwas ganz anderes als wenn ich mir da irgendwie fünf Theorie-Module reinknalle.
00:15:04: Okay!
00:15:05: Und kannst du sagen, gibt's so einen Beobachtungsmoment?
00:15:09: Wenn das Start des Modules, das ist ja quasi das Produkt Ist ja eins, das sich entwickelt.
00:15:14: Das Relativ-Jug ist jetzt noch zwei Jahre, zwei Durchläufe, jetzt kommt der dritte.
00:15:19: Gibt es so einen Moment wo du sagst da habe ich... Da beobachte ich, da geht was auf, da passiert etwas bei den Teilnehmern?
00:15:28: Ich hab gerade einen Teilnehmer wirklich vor Augen, den ich sehr schätzen gelernt habe in dieser kurzen Zeit Der aber wie auch ich möglicherweise in manchen anderen Kontext und viele von uns Kollegen, denen so ein Setting reingehen und denken sie haben eigentlich alles geschmallt.
00:15:40: Sie haben irgendwie alles schon was weiß ich alle möglichen Weiterbildung gemacht und dann kommen sie so rein.
00:15:44: ja ja ich habe doch total auf dem Schirm was da im Trauma an Sensibilität an Prozessen in mir sind und ich hab das alles total gut im Griff Und dann schaffen wir aber einen Setting wo diese plötzlich diese Verletzlichkeit um Verletztheit noch mal da sein kann, anzuerkennen.
00:15:58: Okay ich habe noch nicht alles geschneit und ich weiß... Ich bin im Grunde immer noch in manchen Bereichen total unmächtig, rotierungslos und das beeinflusst mich massiv auch in meiner Arbeit.
00:16:09: Und wenn das einen Platz hat um den ich mich dem stellen kann gehalten durch so eine Gruppe die natürlich auch durch diese Vormodulitarien schon gut entstanden, gut zusammengewachsen ist Dann macht das auch für Leute, die denken sie sind eigentlich schon ziemlich weit und mir hat es immer sehr gut getan genau da heraus gefordert zu werden.
00:16:27: Und gleichzeitig aber das Gefühl haben hier kann das sein?
00:16:30: Ja wie könnte man sich jetzt also wie könnte Man anderen Männern die darüber nachdenken ob Sie das machen wollen diese Weiterbildung machen wollen Wie könnte man ihnen gutmachen?
00:16:38: weil ich spreche ein bisschen noch aus eigener Erfahrung Ich bin ja auch einen ziemlich langen Ausbildungsweg gegangen und oft oder in mir schlicht dann immer mal auch das Rom so, was du gerade skizzierst.
00:16:48: Ich habe dir schon viel gelernt und hab's schon so viel gemacht.
00:16:51: Und wenn ich aber ehrlich mit mir habe, hab' ich dann festgestellt naja vielleicht ist ja doch irgendwie ne Angst dabei weswegen ich es nicht machen will.
00:16:58: Mein Lösungsbild war dann zu sagen Na gut!
00:17:02: Ich kanns ja machen weil wenn nichts is also wenn man...wenn ich sozusagen aufmache und ich mach meine Kiste auf und da iss kein Geist, da iss keinen Thema, da ist kein ungesehener blindener Fleck Ähm, dann ist ja auch alles gut.
00:17:16: Und so hab ich mich dann quasi so ein bisschen... Also nöp!
00:17:19: Dann ist es ja kein Problem.
00:17:20: So habe ich mich ermutigend darauf einzulassen.
00:17:23: Hast du da vielleicht noch eine Idee von was könnte man?
00:17:26: Wie könnte man Interessenten ermutigen zu sagen hey komm egal ne weil das kann ja schon Angst machen dieses eigene Ich muss an die eigenen Dinger.
00:17:34: Ich muss in die eigene Kiste irgendwie aufmachen oder einen Rucksack mal reingucken und das will ich ja eigentlich lieber nicht als Mann.
00:17:40: Weil ich weiche lieber aus.
00:17:43: Hast du da noch eine Idee zum, wie könnte man Männer oder Interessenten ermutigen sich doch zu stellen?
00:17:49: Wie kriege ich eine gewisse Leichtigkeit, obwohl es schwere oder beängstigende Themen sein können.
00:17:55: Erst mal in der Anerkennung dass sowieso alles selbst für mich dem nicht stellt und nicht unbedingt alles leichter ist.
00:18:00: Dass das Schmerz, dass ich in Situationen komme auch mit meinen Kindern vielleicht auch an meiner Partnerschaft wo ich merke, ey so ist es echt nicht cool, so möchte ich das nicht haben.
00:18:07: Das heißt der Schmerzen abzuwägen sozusagen.
00:18:10: also die Angst verstehe ich total und die kenne ich auch sehr gut dem Mut aber die Angst, wie sagt man so schön irgendwie als Wegbegleiter, als Wegweiser zu sehen.
00:18:18: Weil das ist wo wir vorwähren meisten Angst haben und auch die meiste machten gewissermaßen.
00:18:21: Das heißt wenn wir uns eine innere Verwundung, die wir die ganze Zeit nicht sehen wollen oder immer was drüber tünchen, aber die trotzdem wirkt in uns, die trotzdem den Einfluss hat, die ganzzeit auf uns und Kraft kostet und die uns vielleicht die ganze zeit noch so stresst dass wir es gar nicht umschirmen haben genau deswegen nicht die Väter die Männer Fachkräfte sein können, die wird vielleicht sein wollen.
00:18:42: Und meine Erfahrung Wenn ich mich einmal darauf einlasse, sind die Sachen vor denen wir Angst haben dann erstens handhabere.
00:18:48: Ich habe eine Ahnung wovon das ganze Gerät möglicherweise ist oder die Angst vielleicht zu tun hat und es bleibt... Es ist oft weniger schlimmer als gedacht.
00:18:58: Es ist auch nicht so dass jede Sitzung oder jede Sache irgendwie in einer Tiefe gefährlich ist irgendwie sondern wir nähern uns da an und das Schöne ist über diese vielen tollen Kollegen der zusammenkommen über die Module.
00:19:08: Wir haben einen Wie sagt man so schön, Neudeutsche.
00:19:11: Ein Skillset entwickelt um auch das gut damit gut umzugehen und dass es eine Bedrohlichkeit verliert und gleichzeitig wird das Potential wenn ich mich dem näher viel klar
00:19:22: habe.
00:19:24: Wie muss ich mir jetzt deine zweieinhalb Tage im Herbst, siebenundzwanzig vorstellen oder vielleicht die letzten?
00:19:29: Wie läuft das Modul ein bisschen mit der Abduaste schon angedeutet, intuitiv und ein bisschen auch in den Praxis zu gehen.
00:19:37: Kannst du aber zu diesem Tagesablauf vielleicht nochmal den Rahmen setzen, ein bisschen Bezug nehmen?
00:19:43: Ich habe natürlich die genaue Planung noch nicht vor Augen.
00:19:46: da kümmere ich mich dann nächstes Jahr herum.
00:19:50: Es gibt innerliche Schwerpunkte die wir setzen, die immer wieder reingehen.
00:19:52: Das wird aber keine Vorträge in dem Sinne geben sondern ich nehme das als Ankerpunkt was in dieser Gruppe da ist.
00:20:00: Das unterscheidet mich vielleicht ein bisschen auch von den anderen Modulen.
00:20:02: Ich mag es nicht so sehr.
00:20:04: Ah,
00:20:04: was da ist?
00:20:05: Entschuldigung fürs Unterbrechen.
00:20:07: Ich habe leider nicht das Glück gehabt bei den Kollegen unterwegs zu sein.
00:20:09: in den Modulen.
00:20:11: aber wo es für mich wirkt... Da ist eine sehr solidere Struktur, eine klare Struktur dahinter hinter dem was dort passiert.
00:20:17: ich erlaube mir manchmal quasi aus der Struktur auszubrechen und immer mal wieder auf die Struktur zurückziehen wer das nötig ist.
00:20:23: wenn ich merke da ist Dynamik in unserer Gruppe, da ist Bewegung drin, da kommen Impulse die hilfreich sind Berührung drin und das Gefühl okay, dass ist jetzt wesentlich und wichtig.
00:20:34: Dann kann das auch unabhängig von der Struktur basieren.
00:20:37: Also ich muss wenn ihr zuhört und überlegt teilzunehmen dann ist es glaube ich auch ein Stück Überraschungen Und Das hätte zumindest für mich als potenziellen Teilnehmern einen Reiz das auch ein stück offen zu lassen.
00:20:49: Okay, okay dann vielleicht noch mal in Richtung sagen wir mal in Richtung Ende zu diesem Modul, das soll ja immer knackig kurz informativ sein zwischen zwanzig und dreizehn Minuten.
00:20:59: Was neben Teilnehmende für ihre Arbeit mit nach dem Modul?
00:21:04: Was nehmen Sie mit?
00:21:05: oder Arbeit und persönlich?
00:21:07: Wir hatten jetzt noch so ein bisschen schon angedeutet wenn ich die persönlichen Themen aufräume werde ich freier kann nicht leichter.
00:21:12: also gewinnen gewissen mehr Leichtigkeit und ein bisschen Fachlichkeit.
00:21:15: Also kannst du den den Fokus nochmal.
00:21:17: was nehmen sie für die Arbeit mit?
00:21:19: zum Thema Vatenschaft und Familie
00:21:23: Auf einer fachlichen Ebene werde ich sehr, sehr viele Impulse geben und einfließen lassen um bestimmte blinde Flecken aufzudecken zu klarzumachen.
00:21:33: Das sind Sachen die Männer heute herausfordern wenn sie in Familienverantwortung gehen.
00:21:37: Ich nenne es immer emotionale Komplexität männlicher Fürsorge.
00:21:40: das ist das was wo ich zu verstehen, warum sich Väter bewegen möglicherweise nicht so wie sie es eigentlich könnten.
00:21:46: Wie Frauen das immer wieder fordern?
00:21:47: Wie klar sein müsste, warum funktioniert das nicht?
00:21:50: Was für Hemmnisse sind da und was für Muster liegen dahinter oder was für Dinge die adressiert werden müssten, thematisiert werden müssen und die meisten Väter aber auch selbst nicht richtig auf dem Schirm haben.
00:22:00: Das heißt dass für uns als Fachkräfte dann Viel klares Bild ist.
00:22:05: okay, da könnte ich in meiner Begleitung in den Angeboten nicht haben.
00:22:09: Das wäre wichtig, dass ein Ankerpunkt wie ich fährt auch wirklich reicher an der Stelle, wie ich sie wirklich unterstützen kann ohne irgendwie bevormunden oder übergriffig zu werden in dem was sich besser weiß.
00:22:19: Ich glaube das es aber noch wesentlicher ist diese persönliche Selbsterfahrung zu machen.
00:22:22: Wie stark ist mein Vater sozusagen noch in meinem Beruf nicht involviert?
00:22:29: In meinen eigenen Beziehungen Also dieses, was ich an eigenen Mustern habe, die da ein Stück weit vor mich hin zu funktionieren.
00:22:37: Ohne klar auf dem Schirm zu haben wie mich das beeinflusst.
00:22:40: und du merkst, das ist noch bisschen diffus, weil es bei jedem anders ist.
00:22:45: Das heißt bei mir geht's vor allem darum nochmal tiefer zu schauen, was macht meine eigene Männererfahrung, Vatererfahrungen für meinen Familienkontext?
00:22:55: Und für alles, was sich im familiären Kontext auch am Schirmen haben sollte.
00:23:02: Eine der letzten Fragen, wer sollte auf jeden Fall kommen?
00:23:04: Für wen ist es vielleicht nichts?
00:23:10: Also ich glaube die eigene Väter oder auch Muttererfahrung zur Effektion ist für jeden wesentlich.
00:23:17: Vieles in der Welt würde ganz anders aussehen wenn wir ein Stück weit auf dem Schirm haben wie massiv uns das beeinflusst hat.
00:23:23: Ohne deine Vorteilungen zu gehen sondern anzuerkern okay so war das bei mir und diese Muster habe ich daraus entwickelt.
00:23:29: Ich glaube dass für Frauen zutiefst interessant sein kann, diese eigene Männervatergeschichte zu erfahren und das zu sehen.
00:23:42: Und was es für Auswirkungen hat auf die eigene Arbeit?
00:23:44: Ich mache sehr gerne Workshops mit vor allem weiblichen Fachkräften, wo selbst richtige Profis merken okay wow da sind habe ich Verletzungen in mir seit Jahrzehnten und ich hab' das nicht um den Schirm gehabt!
00:23:55: Jetzt kann ich möglicherweise ganz anders in meiner Begleitung meine Arbeit nochmal auf Männer schauen Aber letzte Zeit, die da bei mir ist.
00:24:05: Wer mich das abraten würde wäre jemand wo ich mich auch über die Jahre immer mal wieder kurz entdeckt habe der glaubt schon alles irgendwie zu wissen.
00:24:14: Ich glaube wir wissen so wenig über uns selbst dass es immer auch Bereiche zum Lernen gibt Und ich glaube dass es vor allem auch einen riesigen Mehrwert hat von diesen anderen Teilnehmenden Zu erfahren wie ihre eigene vatergeschichte informieren Situation sie so zu denen gebracht hat wo sie gerade stehen weil wir so viele Sachen eben nicht gut erinnern.
00:24:36: und trotzdem haben sie eine große
00:24:37: Macht.
00:24:38: Ja, also wenn ich es richtig verstehe dann rätst du Menschen davon ab das zu machen die nicht bereit sind sich selber auch mit ihren eigenen Themen zu zeigen oder vielleicht ihre eigene Geschichte zu erzählen und in einer gewissen Offenheit damit auch zu signalisieren?
00:24:51: Dann sollte man das eher nicht machen.
00:24:52: was mich gerade nochmal fasziniert hat ist und da will ich gerne noch mal den Fokus drauf legen weil auch für Interessenten entscheidend sein könnte.
00:25:00: Weil diese Männerberater Fortbildung als Ganzes und jetzt auch das Modulvaterschaft, es klingt immer sehr danach, also es wäre nur männliche Berater dafür Zielgruppe und jetzt hast du gerade von Frauen gesprochen, vom weiblichen Teilnehmern, von weiblichem Fachkräften.
00:25:21: Das ist jetzt meine Frage.
00:25:23: Könnte es besonders gut sein wenn die sich über dieses dieses nicht nur das Modul, sondern mit Männerberater Fortbildung sich eine neue Perspektive erarbeiten.
00:25:35: Das was ich über Väter oder über Männer gesagt habe glaube ich und ich hab viele Paare auch begleitet, auch viele Frauen und gemerkt okay die Themen sind sehr ähnlich.
00:25:42: zum Teil Gleichzeitig sind wir nicht in einem wirklichen Miteinander, wo wir uns quasi geschlechtsspezifisch sozusagen anschauen würden.
00:25:48: Was ist, warum bewegt sich der Typ nicht oder warum kommt immer wieder das Gleiche?
00:25:51: Ich glaube da sind auch viele blinde Flecken bei Müttern und bei weiblichen Fachkräften der Fall dass ich das absolut lohnen würde, glaube ich die fachliche Qualität bekommt eine tiefe vielleicht doch eine Empathiefähigkeit gegenüber, was wir oft schnell abstempeln als Täterschaft oder als unreflektierten bewegungsunwilligen Typen.
00:26:13: Ich glaube dass das eine große Qualität ist unter sich Frauen die in diesem Bereich arbeiten und die sich intensiv mit ihrer Männergeschichte im Vater Geschichte beschäftigt haben ganz anders da sind und das hat es für mich immer sehr beeindruckend weil es immer Grunde auch immer wieder berührt Wie bin ich zu der Frau geworden?
00:26:32: Und was für ein Bild von Männern habe ich eigentlich immer im Hintergrund, obwohl ich mich zur tiefsten auch gelehrten Rationalfühle.
00:26:39: und trotzdem schwingte da immer wieder etwas mit.
00:26:44: Ja, was ganz schön mächtig ist um das zu wiederholen.
00:26:48: Viele in vielen Familienberatungskontexten kommen nicht aus bestimmten Gründen aber auch weil da oft keine Selbstverständlichkeit drin ist dass auch feibliche Fachkräfte die Männer sozusagen auf dem Schirm haben und dass sie dann entsprechend vorbereitet sensibilisiert mit dem richtigen Werkzeug mit den Umgehen kann.
00:27:06: und ich merke sofort den Unterschied.
00:27:08: wenn eine Frau solche Prozesse durchgegangen ist kann ich ganz anders mit dem Gegenüber umgehen.
00:27:14: Und deswegen kann ich das auch für jede Fachfrau empfehlen, die da Lustraum
00:27:19: hat.".
00:27:20: Also klingt absolut interessant und macht mich persönlich neugierig!
00:27:24: Ich hätte jetzt schon Lust diesen zweieinhalb Tage mal mit dir zu machen und auszuprobieren und teilzunehmen.
00:27:30: Vielen Dank Carsten, dass du dich so weit eingelassen hast und es mit uns ein bisschen durchgegangen bist.
00:27:39: Die Einbettung in die anderen Module erfragen beziehungsweise die Gelegenheit zu geben, darüber noch mal eine Brücke zu schlagen.
00:27:47: Welches Modul ist da vorher in der Struktur?
00:27:48: Welches kommt nachher?
00:27:49: Siehst du irgendwo eine thematische Anknüpfstelle zur anderen Modulen, die vielleicht sind Gedanken, die du teilen willst?
00:27:58: einfach nochmal so ein bisschen offen gefragt
00:28:02: Ich glaube, alle Themen die mit Partnerschaft und emotionaler Regulierung zu tun haben spielen damit rein.
00:28:09: Diese systemischen grundsatzgrundlegende Module, die am Anfang da sind, spielen mit rein.
00:28:12: Ich glaube es gibt einige von uns meinen Kollegen, die das wesentlich besser strukturell einbetten können.
00:28:18: für mich ist... Also ich finde diese Vielfalt an tollen Männern dort so wundervoll weil sie viele unterschiedliche Erfahrungshintergründe haben, viele ebenen Ansprechen und deswegen fühle ich mich da sehr gut eingebettet.
00:28:35: Egal wie das sozusagen in der Struktur war, war Antwort an Gottesnahrwahl.
00:28:39: Fachlichen Reihenfolge sozusagen, fachliche Expertise, du bist so ein Geben von Fachexperten sozusagen?
00:28:44: Genau das!
00:28:47: Ich glaube es gibt einen guten Sinn warum mein Modul jetzt an dieser Stelle ist.
00:28:52: Das wird rauig darauf dass diese Die Weiterbildung, diese Fortbildung wirklich sehr gut durchdacht ist.
00:28:56: Es gibt immer wieder Absprachen zwischen den einzelnen Modulen und es gibt schöne Übergänge.
00:29:02: Wir haben eine intensive Zeit auch genutzt im Übergang für die zweiten Durchgang.
00:29:06: Wie können wir das neu strukturieren?
00:29:07: Was haben wir gelernt?
00:29:08: Das war eigentlich eine optimierte Fassung von dem was da vorher war.
00:29:13: Da habe ich ein gutes Vertrauen, dass wir in diesem Modul gut eingebettet sind.
00:29:21: Danke.
00:29:22: Vielleicht kommen wir noch mal zum Schluss, wer mehr über dich wissen will auf karstenvonno.de verlinken wir in den Show-Notes dann die Vaterherzakademie verlinken wie du hast, wie gesagt ab to dead.
00:29:35: immer noch begeistert bin ich vom Titelzeit.
00:29:37: das sind einundzwanzig rausgebracht.
00:29:38: vielleicht letzter Stichpunkt Du schreibst an einem neuen Ratgeber.
00:29:42: kannst du dazu noch kurz verzeigen wenn sich Interessenten Wandkünste sich drauf holen?
00:29:47: Der Plan ist und ich liege in den letzten Zügen, dass das im ganzen Herbst rauskommt.
00:29:51: Radikal Vater sein soll es heißen also noch mal eine stärkere Blick drauf.
00:29:55: wo müssen wir Männer eigentlich klarer gucken?
00:29:59: okay worin wir eigentlich vor unserer Verantwortung weg?
00:30:02: Und es hat mit viel mit selbst für Sorge zu tun.
00:30:03: Mit Klarheit in dem was ich wirklich brauche was ich will für meine Familie mein Leben für meinen Mann sein.
00:30:08: Und das ist, glaube ich, ein ziemlich mutiges Buch.
00:30:11: Deswegen nehme ich mit auch Zeit mit weil es viele Themen berührt die sensibel sind aber die wichtigsten glaub ich auf unsere gesellschaftliche Entwicklung auch im Umgang zwischen Mann und Frau in Partnerschaften in Familien.
00:30:23: Ich bin sehr gespannt wie das aufgenommen wird.
00:30:26: Leibt ist beim Weltverlag?
00:30:29: Nein!
00:30:29: Das ist ein Schweizer Verlag und der Fahlenverlag zusammen der Große.
00:30:33: Ah, okay.
00:30:34: Na dann im Herbst-Sächsen-Zwanzig das neue Buch.
00:30:37: Im Herbst siebenundzwanzig kann man dich live erleben im Rahmen unserer Männerfortbildung und natürlich kann man jederzeit mit dir einen Kontakt treten.
00:30:43: Du bist ja quasi auch als Kinotspeaker aktiv und man kann dich buchen.
00:30:49: Karsten ich danke dir für deine Zeit!
00:30:51: Ich danke dir von diesem Deep Dive, diesen Exkurs durch dein Modul.
00:30:57: Danke für deine Offenheit, danke fürs Gespräch hat mir großen Spaß gemacht.
00:31:02: Danke sehr für die Gelegenheit und danke euch, dass ihr zugehört habt.
00:31:05: Ja an unsere Zuhörenden.
00:31:06: bitte wie immer erkennt es wenn es euch interessiert.
00:31:10: lasst also das Glöckchen drücken.
00:31:12: ja wenn ihr Fragen habt schreibt uns sie.
00:31:14: wir beantworten alle kommentiert uns und wir freuen uns darauf euch kennenzulernen.
00:31:19: Und in diesem Sinne freue ich mich aufs nächste Modul.
00:31:22: und bis bald tschüss.
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